Ein Rüde muss es sein!

Ein Rüde muss es sein

*Achtung: Dieser Text enthält Ironie und Übertreibungen. Bitte locker bleiben.*

Als wir uns damals Gedanken gemacht haben, was es eigentlich für ein Hund werden soll, war uns eines schnell klar: Ein Rüde muss es werden! Darüber wurde nicht diskutiert. Hündinnen haben zu viele Nachteile. Außerdem wollte ich die einzige Prinzessin in meiner Männer-WG sein.

Wenn wir nun überlegen, ob es nach Moe (oder während Moe) ein weiterer Hund in unser Leben schafft, dann ist bei Herrchen immer die Rede von einer Hündin. Er will eine Hündin, basta. Wieso denn bloß?

Ein Rüde ist so viel besser als eine Hündin.

Zum Beispiel wird er nicht läufig. Punkt Nummer 1 geht an den Rüden, da ist auch nichts zu rütteln. Ich habe mit mir und meiner monatlichen Zickigkeit schon zu kämpfen – da brauche ich das nicht ein zweites Mal!

Rüden sind Mama-Kinder. Na gut – Moe zumindest. Er weiß genau, welche Knöpfe er bei mir drücken muss. Eine Hündin wäre ein Papa-Kind – also habe ich mit dieser ja gar nichts zu tun, oder?

Rüden sind, männertypisch, leicht zu begeistern. HUI! Ein Ball. Oh guck, der ist toll. Noch mal werfen. Und nochmal. Warum sollte ich mich bei der Auslastung noch mehr anstrengen müssen?

Ich mag die geringe Intelligenz bei Rüden. Diese süße Dusseligkeit, wenn Moe mal wieder irgendwo gegen läuft. Wenn er auch beim vierten Mal nicht verstanden hat, wie sich ein Problem lösen lässt. Frauchen, die Lebensretterin.

Ein Rüde muss es sein
Meine beiden Männer – mehr brauche ich nicht.

Rüden haben einen Sturkopf. Sie sind richtige Charakterköppe. Anstrengend, manchmal, aber deutlich weniger als eine zickige Hündin.

Rüden sind gleichzeitig wesentlich ruhiger. Moe geht gechillt seines Weges, nie würde er eskalieren. Von Hündinnen brauche ich ja hier gar nicht anfangen.

Männliche Vertreter sind viel leichter zu erziehen. Sobald man weiß, wie ihm beizukommen ist (Futter-, Spielzeug- oder Liebesentzug) klappt eigentlich alles. Bei Hündinnen? Na ich weiß ja nicht…

Rüden sind so viel sensibler, was die (weiblichen) Gefühle angeht – gleichzeitig werden sie aber nicht im Überschwang der Gefühle scheinschwanger. Und das bisschen Rammeln zwischendrin bei einem unkastrierten Rüden nimmt man als Frauchen doch sowieso klaglos hin.

Ich weiß, warum ich mich für einen Rüden entschieden habe – und es immer wieder tun würde.

Es sei denn, Moe sucht sich eine Gefährtin aus – dann würde ich, im bösen Schwiegermutter-Style, eifersüchtig über das junge Ding wachen. Die Erziehung ist dann auf jeden Fall Herrchensache.

Und ich würde jeden intimen Moment mit der „Naschi-Frage“ unterbrechen. Gnadenlos. Auch ich kenne seine Knöpfe!! Und bei Naschis kennt Moe keine Freunde.

Mein kleiner Racker weiß, was er am Frauchen hat. Ich bin froh, einen Rüden zu haben, einen unkomplizierten, einfach gestrickten, männlichen Begleiter.

Und ob das Herrchen sich als nächstes eine Hündin aussucht – na, da dürfen wir wohl alle gespannt sein.

Wie ist das bei dir? Hast du dich bewusst für eine Hündin oder einen Rüden entschieden?

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