Ein Hund ist ein Herz auf vier Beinen

Neulich habe ich ein Buch zugesendet bekommen, von dem ich euch heute berichten darf. Es handelt sich um „Ein Hund ist ein Herz auf vier Beinen“ von Tanja Buburas.

Seit ich von dem Buch gehört habe, wollte ich es unbedingt lesen. Eine Frau, die unter einer Angststörung leidet und diese überwindet- dank ihres Hundes. Ich dachte mir, das könnte spannend sein.

Das Hunde für Menschen eine ganze Menge tun können, habe ich oft erfahren, teilweise selber, teilweise auch gehört. Wir hatten hier im Blog einmal das Interview zum Thema Besuchshunde, Sarah erzählte da, dass eine 95-jährige, bettlägerige Frau von der Endpflege wieder auf die Beine gekommen ist- nur durch die Besuchshunde. Hunde geben Kraft.


Moe ist der Grund, dass ich damals meine Depression überwunden habe. Ich wollte eine Zeitlang nicht mehr aufstehen und habe mich nur kurz zur Arbeit gequält. Moe hat das nicht gestört, aber mit ihm musste ich rausgehen. Und den Rest der Zeit hat er sich einfach nur zu mir gelegt, mir Trost gespendet, mir Wärme und Liebe gegeben. Das hat mich wieder auf die Beine gebracht.

Tanja Buburas Krankheit ist jedoch um einiges Schlimmer. Sie leidet unter Agoraphobie, einer Angststörung, die im schlimmsten Fall zu Panikattacken führt, sodass diese Menschen die Wohnung nicht mehr verlassen können. Auch Tanja Buburas ging es so. Im Internet recherchierte sie und fand eine tiergestützte Therapie, angeboten von Stephanie Lang von Langen. Ihr Buch haben wir hier vorgestellt. Mit deren Mischlingsrüden Wunjo bekam sie ihr Selbstvertrauen zurück und konnte das erste Mal wieder die Wohnung verlassen.

Durch Wunjo lernte Tanja Buburas, selbstsicher zu sein, denn für Wunjo musste sie das tun. Sie musste ihn vor anderen beschützen, aber sich auch seinen Respekt erarbeiten. Und das kann man nur, wenn man seine Krankheit hinten anstellt und sich ganz auf den Moment und den Hund konzentriert.

Im Verlauf ergibt sich ein Praktikum für Tanja Buburas bei ihrer Therapeutin Stephanie Lang von Langen. Als sie schließlich selber mal an einem Seminar teilnimmt, wird sie darauf angesprochen, ob sie einen Hund hat. Als sie dies verneint, wird sie zunächst gefragt, warum nicht und später dann, ob sie gerne einen hätte. Tanja Buburas antwortet darauf mit:

„Kranke Leute wie ich sollten keine Hunde haben.“

Plötzlich kommt Gonzo um die Ecke, ein Hund aus einer Tötungsstation in Zypern. Begleitet von Stephanie Lang von Langen, nimmt Tanja Buburas Gonzo auf und schenkt ihm ein neues Leben.

Ich möchte gar nicht so viel verraten, denn ihr solltet das Buch wirklich lesen. „Ein Hund ist ein Herz auf vier Beinen“* weckt so viele Emotionen, einerseits war ich sehr traurig, dass es so eine Krankheit gibt, andererseits macht es mich wahnsinnig glücklich, wenn ich lese was für tolle Hunde Gonzo aber auch Wunjo sind.

Ich habe zwei Lieblingsstellen im Buch, die eine möchte ich euch gerne wieder geben, es handelt sich dabei um den Prolog:

„Ich blicke in dein schlafendes Gesicht. Es ist so klein, dass es in meine Handfläche passt. Immer wenn ich dich ansehe, muss ich lächeln, und es wird mir warm ums Herz. Seitdem du bei mir bist, fühle ich mich nicht mehr einsam.“

Allein dieser kleine Absatz hat mich zu Tränen gerührt, weil es so viel ausdrückt. Jeder kennt doch dieses Gefühl, mit seinem Hund in einem Moment so wahnsinnig glücklich und dankbar zu sein.

Ich hoffe, dass es bald noch einen zweiten Teil gibt, in dem man die Fortschritte der beiden lesen kann. Kennt ihr das Buch schon?

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