Du hast eine Vorbildfunktion!

Vorbildfunktion

Immer wieder lese ich den Satz: Als Blogger hat man eine Vorbildfunktion. Alles was man schreibt, dient irgendjemandem als Leitlinie. In einem Blog holt man sich Ratschläge, greift Wissen und Erfahrungen ab und braut sich so sein eigenes Süppchen. So jedenfalls war mein Gedanke.

Das dem nicht so ist, merke ich immer wieder, nämlich dann, wenn jemand schreibt: „Bei mir war das ganz und gar nicht so, bei mir hat das und das nicht funktioniert.“

Und dann kommt der Satz: „Nimm das vom Blog, du hast eine Vorbildfunktion! Und wenn das bei mir nicht klappt, dann bei anderen auch nicht, also gib keine Tipps, die nicht funktionieren!“

Ich sage es hier nochmal in aller Deutlichkeit und werde in Zukunft auch darauf verweisen:

Ich sehe mich keinesfalls als Vorbild, meine „Ratschläge“, Tipps, Rezepte, Tests, wasauchimmer, sind immer MEINE eigene Meinung und MEIN persönlicher Eindruck und MEINE persönliche Herangehensweise.

Jeder tickt anders, jeder ist anders. Jeder Hund ist anders. Nur weil Moe auf gewisse Dinge anspricht oder auch nicht, nur weil Moe Getreide nicht verträgt oder wegen seiner HD kein Agility macht, heißt das nicht, dass euer Hund GENAU GLEICH ist!

Denken muss man schon selber, und wer der Meinung ist, auf einem Blog den heiligen Gral des Hundewissens gefunden zu haben: Fein. Aber ganz sicher nicht bei mir.

Mein Blog ist kein Erziehungsblog. Ich habe selber 1.000 Fehler gemacht und mache sie noch immer. Alles, was ich hier zu dem Thema schreibe, ist subjektiv. Es ist kein „Rezept“ zum Nachmachen. Ich möchte viel eher, dass der Leser sich selber damit beschäftigt, sich damit auseinander setzt.

Wir sind kein Ratgeber-Blog.
Wir sind kein Ratgeber-Blog. Das können andere viel besser.

Und so verhält es sich auch mit allen anderen Themen, sei es Ernährung, Beschäftigung, Rezepte, Fotografie, was auch immer. Ich kann keine Anleitung liefern, wie etwas 100% richtig gemacht wird. Denn ich kann nichts 100% richtig, würde ich auch nie behaupten.

Um noch einmal auf das Thema Vorbildfunktion zu kommen: Häufig lese ich das auch auf anderen Blogs, wenn es beispielsweise um Produkttests oder Sponsoring geht. Neulich wurde eine Bloggerin massiv angegangen, weil sie über Primark berichtet hat.

Sorry, das geht gar nicht! Und zwar das Beleidigen! Das Mädel hat vielleicht nichts davon gewusst, was Primark mit seinen Mitarbeitern anstellt, vielleicht weiß sie auch nichts um die Arbeitsbedingungen. Vielleicht. Vielleicht aber doch. Und trotzdem gibt es andere Wege, sie darauf aufmerksam zu machen, dass diese „Werbung“ vielleicht nicht ideal ist. Konstruktive Kritik ist hier das Zauberwort.

Doch eines bleibt: Es ist ihre freie Entscheidung, für etwas zu werben, nicht zu werben, oder sich sponsoren zu lassen. Sie verstößt damit gegen kein Gesetz. Sicher könnte sie ihre „Stellung“ als Blogger anders nutzen. Wenn sie das aber nicht will, muss ich diesen Artikel nicht lesen, kann ihren Blog meiden, kann mir meine eigene Meinung bilden.

Konstruktive Kritik ist super, Beleidigungen gehen gar nicht!
Konstruktive Kritik ist super, Beleidigungen gehen gar nicht!

Jeder soll für sich selber entscheiden, was geht und was nicht. So wie ich niemals gewisse Hundefutter- und -leckerliemarken bewerben würde, so sollte jeder seinen eigenen Weg finden. Dieser wird sich sicherlich ändern, denn man lernt dazu. Und sollte das nicht so sein: Ich bin sicher, jeder Mensch findet eine andere Möglichkeit, sich zu beschäftigen, statt den Blog zu lesen.

Denn das ist das Großartige am Internet: Jeder darf sein Browserfenster schließen. Ganz einfach.

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20 Gedanken zu „Du hast eine Vorbildfunktion!“

  1. Was Ihr immer für Mails kriegt. Bei mir kommt sowas nie an, wahrscheinlich können solche Leute meine verdeckten Ratschläge als solche nicht entziffern… chrzchrz

    LG Andrea mit Linda, die aber auf anderen Blogs auch keine Ratschläge suchen…




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  2. Ich habe den Kommentar letztens auch gelesen und mir überlegt, ob ich etwas dazu schreiben soll. Zum Glück habe ich es aber gelassen, Du hast das mal wieder viel besser und diplomatischer gemacht 😀 Ich finde es auch unmöglich, dass man als Blogger so angegangen wird (ist mir zum Glück noch nicht passiert). Von Toleranz wird immer überall gepredigt, meist reicht sie beim einzelnen aber nicht über die eigene Nasenspitze hinaus.




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  3. Da bin ich aber froh, dass bei mir noch keine Eskalation kam… andererseits schreibe ich auch nur Alltagsgeschichten – keine Produkttests, keine Werbung. Meine persönliche Erfahrung und mein Leben. Das ist kein Vorbild, das ist einfach nur Larifari-Geschwafel. Da kann keiner wichtige Erfahrungen oder Lebensanleitungen herausfiltern. 😉

    Aber ich würde auch nie auf die Idee kommen, jemanden für etwas auf seinem Blog zu verurteilen. Ich schreibe meine Meinung zu einem Thema und versuch sie immer in ein Kompliment zu packen, damit der andere die Wertschätzung für sein Geschreibsel liest und trotzdem die wohldosierte Kritik zu lesen bekommt.

    Flauschige Grüße
    Sandra & Shiva




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  4. Du und Moe habt einen ganz tollen, spannenden und aufschlussreichen Blog! Bisher habe ich euch gerne als stille Leserin verfolgt 🙂 Ihr beide habt Humor und Wissen, es macht einem Spass eure Einträge zu lesen!




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  5. Ich kann hier nur bedingt zustimmen – Eine Vorbildfunktion hat ein Blogger, meiner Meinung nach, nicht, eine gewisse Verantwortung aber schon. Hier muss man aber auch ein wenig unterscheiden, um was für einen Blog und was für einen Blogartikel es geht. Wenn ein offensichtlich privater Blog seine Erfahrungen zu einem bestimmten Thema, zum Beispiel zu einem Trainingseinsatz oder zu einem bestimmten Futter schreibt, und aus dem Artikel ganz klar hervorgeht, dass es sich auch nur um die persönliche Meinung und Erfahrung handelt, dann finde ich das in Ordnung. Ja, klar, es gibt auch immer Leute, die sich selbst auf so eine Meinung 100% verlassen werden, aber dann dürfte man im Internet garnichts mehr schreiben. Ein wenig muss man sich schon darauf verlassen können, dass die Leute auch selbständig denken.
    Es gibt aber auch einige Blogs und Artikel, die in einer sehr, sagen wir Mal wissenschaftlicher Art und Weise geschrieben werden. Das sind dann auch gerne Artikel, die viel auf anderen Platformen als „Quelle“ für bestimmte Argumente zitiert werden und das sind Artikel, die Gewicht haben und bei denen, meiner Meinung nach, sich die entsprechenden Blogger der Verantwortung bewußt sein sollten, die sie haben. Um besser zu verdeutlichen was ich meine, werde ich zwei Beispiele nennen, vermutlich kennst du beide Blogs und auch die dazugehörigen Artikel. Ein Mal geht es um einen relativ neuen Artikel um das Zeckenmittel Bravecto. Da wurde ein Blogartikel verfasst, in dem das Medikament unter die Lupe genommen wird, ein paar wissenschaftliche Belege als Quelle eingefügt, so dass das ganze auch gut recherchiert wirkt, alles mit vielen Fachwörtern geschmückt (so dass man fast meinen könnte, hier wäre ein Fachmann am Werk – Dabei hat aber die Blogautorin keine entsprechende Qualifikation, ist weder Chemikerin, Tierärztin, noch Tierheilpraktikerin). Fazit des Artikels: Bravecto ist gut, wirksam und völlig unbedenklich. Wenn man so einen Artikel schreibt, dann muss man sich bewußt sein, dass man eine bestimmte Verantwortung hat. Dann muss man wissen (und das auch wollen), dass Leute in Google eingeben „Ist Bravecto gefährlich?“ und auf diesen Artikel stoßen und, weil er ja so schön wissenschaftlich aussieht, zu dem Schluss kommen, dass es ein unbedenkliches Medikament sein muss. Und wenn dann aufgrund dessen Leute ihrem Hund ein noch wenig erforschtes Nervengift füttern, dann ja, trägt der Blogautor eine gewisse Mitverantwortung dafür. Das ist aber, für mich, auch noch einmal etwas anderes, als wenn ein Blogger zum Beispiel einen „Unsere Erfahrung mit Bravecto“ Artikel schreibt, wo er zum Beispiel schreibt wie das Medikament auf seinen Hund gewirkt hat, ob es Nebenwirkungen gab oder ob es wirksam gegen Zecken war – Wenn es eben eine persönliche Erfahrungsgeschichte war. Aber wenn ich einen pseudowissenschaftlichen universellen Artikel schreibe, dann muss ich davon ausgehen, dass es Leute gibt, die das lesen und glauben und dann übernehme ich auch eine Mitverantwortung für eventuellen Schaden, den der Hund dadurch erleidet.
    Ein etwas anderes Beispiel ist ein auch weit verbreiteter Blogartikel in einem anderen Blog zum Thema „Barfen und Proteine“. Wie oft habe ich diesen Artikel schon in diversen Barfgruppen geteilt gesehen? Wie oft habe ich schon gesehen dass jemand Bedenken bezüglich der Proteinmenge in seiner Barfration äußerte und dann diesen Artikel gezeigt bekommen hat und es dann hieß „Na, dann ist ja alles gut“. In diesem Fall ist der Artikel auch von einer Fachfrau geschrieben und er ist auch wissenschaftlich korrekt. Schön mit Belegen und und auch mit Beispielen vorgerechnet. Es gibt aber auch hier einen Haken: Die ganzen Beispielrechnungen sind an einem Hund mit höherem Gewicht und einer relativ geringen Futtermenge errechnet. Wenn ich die selbe Rechnung mit meiner Futterration mache (Genki wiegt wesentlich weniger als der Beispielhund und bekommt eine höhere Futtermenge), dann komme ich aber in einen kritischen Bereich an Proteinen! Hier gibt es in dem Artikel zwar keine falschen Informationen, aber eine, meiner Meinung nach, sehr wichtige Information wurde vorenthalten: Nämlich, dass es bestimmte Konstellationen gibt, in denen eine Barfration zu viele Proteine haben kann und das diese gerade bei kleineren Hunden auch garnicht so ungewöhnlich ist, da diese eine im Relation zum Gewicht geringere Menge an Proteinen verstoffwechseln können und oft höhere Futtermengen benötigen als größere Hunde. Ich kann mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass es da draußen den einen oder anderen Barfer eines Kleinhundes gibt, der aufgrund dieses Artikels seinem Hund gerade die Nieren zu Grunde richtet. Wie kann man bei solchen Dingen sagen, die Blogger tragen keine Verantwortung für das was sie schreiben? Wie gesagt, hier macht es für mich einen großen Unterschied, ob man eine persönliche Erfahrung wiedergibt, oder versucht einen allgemeingültigen Artikel zu schreiben, aber so ganz einfach aus der Verantwortung ziehen kann man sich nicht.




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    • Liebe Monika,

      ich gebe dir Recht, man trägt immer die Verantwortung für sein Handeln und meinetwegen auch für seine Texte. Genauso aber derjenige, der den Text liest! Ich kann doch nicht, wenn ich alles richtig machen will, mir eine Quelle nehmen und das 1:1 auf mich übertragen -kann ich schon, aber vielleicht ist das Ergebnis dann nicht das was ich mir erhoffe? Auch diese Dame, die den Text über Bravecto geschrieben hatte, hatte ihre Beweggründe, das wurde ja nun ausreichend besprochen. Finde ich es gut, wie sie Bravecto darstellt? Sicher nicht. Trägt sie die Verantwortung? Natürlich. ABER AUCH DER LESER! Wenn er einfach nur eins zu eins übernimmt, nicht nachdenkt, dann hat der Leser ganz platt gesagt, selber schuld. Weil er nicht in der Lage ist, weitere Quellen zu suchen. Aber das ist dann nicht Fehler der Schreiberin, sondern des Lesers.

      Von daher: Ja, ich habe als Blogger eine gewisse Verantwortung. Nämlich, eventuell bei jedem Artikel zu schreiben: Hey, das war bei mir so. Bitte nicht nachmachen. Will ich das jedes Mal? Nein. Deswegen dieser Artikel.

      Aber die Verantwortung ist doch nicht so, wie der Leser es gerne hätte. Zu deinem zweiten Beispiel: Es ist Mist, dass die Information vorenthalten wurde, wenn es denn so war. Vielleicht weiß sie es nicht besser! Hätte sie den Artikel dann nicht schreiben dürfen? Doch! Keiner ist 100% perfekt, trotzdem darf ich doch sowas nach bestem Wissen und Gewissen schreiben- und wir Blogger tun das doch auch. 🙂

      Liebe Grüße
      Nicole




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    • Hallo,

      ich habe mehrmals im relevanten Bravecto Artikel erwähnt, dass Langzeiterfahrungen zu dem Medikament fehlen. Ich versteh auch nicht so richtig das Argument der „Pseudowissenschaftlichkeit“. Ab wann ist ein Artikel pseudowissenschaftlich? Bzw. warum sind zitierfähige Quellen überhaupt pseudwissenschaftlich (möglichst auch noch peer reviewed.

      Wo hat ein Tierheilpraktiker das Wissen um grundlegende chemische/biochemische Zusammenhänge? (Btw, ich habe mal Chemie studiert ;), bin aber keine Chemikerin..)

      Ich kann grundsätzlich Bedenken gegenüber diesem Produkt verstehen, den Vorwurf, dass das ganze nur „recherchiert wirkt“ und mit vielen Fachwörtern „geschmückt“ wurde (öhm, wo denn, das ist doch relativ einfach geschrieben?). Wie in den meisten meiner bisherigen Blogartikel stecken da viele Stunden Recherche dahinter




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    • Also als „pseudowissenschaftlich“ würde ich Anna Artikel nicht einstufen. Und ja, das kann ich beurteilen. Populärwissenschaftlich, ja. Aber das ist halt in einem Blog so – da geht es ja um die allgemeine Verständlichkeit und nicht um einen Fachartikel. Sie hat alle ihre Aussagen mit vernünftigen Quellen belegt und weist mehrmals auf fehlende Langzeitstudien hin. Steht auch im Fazit: „Da es sich um ein gänzlich neues Parasitenschutzprodukt handelt, kann leider noch kein umfassendes Urteil bezüglich sämtlicher Nebenwirkungen und eventuell existierender Langzeitfolgen getroffen werden.“
      Für mich der erste ernstzunehmende und differenzierte Artikel zum Thema, der ohne Aluhut (Oh die böse Pharmaindustrie) und eigenem Bauchgefühl auskommt. Das kann man von den wenigstens anderen Beiträgen zum Thema behaupten. Meistens geht es um Bauchgefühl und so gut wie nie werden wissenschaftliche Quellen angegeben. Warum? Weil es einfach im Moment (zumindest meines Wissens nach und ich lasse mich da gern eines Besseren belehren) keine wissenschaftlichen Quellen gibt, die eine Gefährlichkeit von Bravecto belegen. Nur Bauchgefühl. Und weil ein gut recherchierte Artikel nicht zum eigenen Bauchgefühl passt, diesen als „pseudowissenschaftlich“ zu bezeichnen finde ich, äh, merkwürdig. Ich habe selbstverständlich nichts gegen konstruktive Kritik, aber dann sollte man diese auch selbst mit richtigen Argumenten belegen. Und auch wenn es aus meiner Sicht nicht viel zur Sacht tut: Anna hat übrigens sowohl mal einige Zeit Chemie, als auch Veterinärmedizin studiert. Und welche „Beweggründe“ ihr hier angedichtet werden sollen, weiß ich auch nicht.




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    • Ganz ehrlich was soll das? Die Verantwortung liegt immer nur beim Leser. Das ganze nennt man Medienkompetenz. Und wenn man unüberprüft glaubt, was die Anna über Bravecto schreibt ist das jedem sein eigenes Bier.
      Wenn ich einen Artikel lese ist es mir 100mal lieber ich habe darunter 10 Quellenangaben und jede Menge Fachworte und kann mir aufgrund der Quellenangaben im Zweifelsfalle selbst eine Meinung bilden anstatt irgend einem Jornalisten in z.B. einer Apothekerlobbyzeitung glauben zu müssen von dem ich genau so wenig über seine Kompetenzen im Bilde bin.
      Schauen wir uns mal die Medienlandschaft an – da wird jedem geglaubt der irgendwo halbwegs was einleuchtendes schreibt und sei es bei genauem Hinsehen noch so ein großer Haufen Bockmist.
      Am Ende sind mir dann Blogartikel lieber da ich weiß, dass der/die Verfasser(in) gar nicht vorgibt objektiv zu sein.

      Nein ich denke als Blogger hat man eigentlich keine Verantwortung anderen gegenüber. Man schreibt seinen Kram, seine Meinung oder seine Ansicht. Dem Leser seine Pflicht ist es kritisch zu sein. Wer das nicht macht hat selbst Schuld – vollständig.

      Übrigens ist es mir schleierhaft was versammelte Leserschaft in den Artikel hinein interpretiert. Der hat eine Qualität bei der sich so manche Dogblogartikel eine dicke Scheibe abschneiden können und auf dem Blog gibt es keine Werbung (was ein Qualitätskriterium ist). Nur weil die hineinterpretierte Aussage des Bravecto Artikels nicht zum eigenen Weltbild passt ist es gelinde gesagt schon eine Frechheit der Autorin diese ganzen Vorwürfe anzulasten, die von verschiedenen Seiten ihr vor die Füße gekippt werden.
      Wenn einem Bravecto nicht gefällt soll man sich halt auf den ganzen unwirksamen Pseudokram verlassen. Es gibt Leute die wollen ihren Hunden das Nervengift füttern um sie zu schützen.




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  6. Natürlich hast Du mit vielem Recht. Ich habe aber dennoch eine abweichende Meinung und bin ganz in der Ecke von Genki & Co. Vorbildfunktion? Ich weiß nicht. Verantwortung aber unbedingt. Jeder trägt Verantwortung für das, was er tut, auch Blogger. Das näher auszuführen würde aber hier den Rahmen sprengen, vielleicht versuche ich es in einem Blogpost.




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    • Ich denke, Verantwortung ist etwas anderes als Vorbildfunktion. Aber auch das würde den Rahmen sprengen. 😉 Ich bin verantwortlich für meine Texte, sicher. Aber wenn jemand nach bestem Wissen und Gewissen etwas niederschreibt und das dann mit Verantwortung gleichgesetzt wird, ich weiß ja nicht…

      Ich bin gespannt auf deinen Artikel!

      Liebe Grüße
      Nicole




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  7. Ich schließe mich meinen beiden Vorrednern an und bin auch der Meinung, dass man als Blogger eine gewisse Verantwortung hat. Letztendlich hat Monika schon alles gesagt, sodass ich mich hier nur wiederholen würde aber ab einer gewissen Reichweite kann man sich m.E. nicht mehr aus der Verantwortung ziehen!




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    • Ich denke trotzdem, Vorbildfunktion & Verantwortung sind zwei Paar Schuhe. Mein Blog ist bewusst kein Ratgeber-Blog und das schreibe ich in jedem Artikel, der irgendwie so ausgelegt werden könnte. Trage ich die Verantwortung, wenn jemand das genau so ausprobiert und es bei ihm nicht so klappt wie bei mir? Nö! Mir geht es nicht darum, mich aus irgendeiner Verantwortung zu ziehen. Im Gegenteil, ich mache mir oft Gedanken darüber, was ich schreibe und was nicht. Trotzdem ist das eine persönliche Sache und sollte auch jedem so überlassen sein.




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  8. Ich glaube schon, dass es Leser gibt, die Blogartikel recht unkritisch lesen und deren Inhalt als richtig annehmen. Diese würden sich wahrscheinlich auch davon nicht abhalten lassen, wenn man schreibt, dass es nur seine Meinung ist und keine Berechtigung auf Richtigkeit erhebt. Etwas Vorsicht (vielleicht auch mit der Verwendung von Ironie) ist daher schon geboten….

    Mich hingegen machen private Blogs, die ein Thema eher wissenschaftlich / fachlich aufziehen vorsichtig, namentlich, wenn das Thema nur einseitig dargestellt und belegt wird. Meistens gibt es aber auch noch eine andere Seite, mit der man sich nicht auseinander gesetzt hat. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

    Und auch die Ausbildung oder der Beruf des Blogautors beeindruckt mich wenig. Denn auch ein-/e Hundetrainer(-in), Ernährungsberater(-in), Tierheilpraktiker(-in) pp. muss mit ihrer/ seiner Meinung nicht richtig liegen. Sie/ Er hat sich ihre/ seine Meinung vielleicht durch ihr Fachwissen gebildet, aber dennoch ist es diese Meinung, die ich nicht unreflektiert übernehmen kann. Denn auch ich habe meine Erfahrungen gemacht, habe Wünsche und ein wenig Verstand.

    Auf deinem Blog hatte ich immer den Eindruck, dass Du von Deinen Eindrücken, Erfahrungen und Deiner Meinung schreibst.

    Die Beispiele von Monika sehe ich aber als kritisch, denn wenn der Eindruck einer wissenschaftlichen Abhandlung entsteht, es sich dabei aber tatsächlich nur um die eigene Meinung handelt, ist das schon bedenklich.

    Auch wenn ich von einigen Ideen und Beiträgen angetan bin, bin ich aber doch in der Lage mir ein eigenes Bild zu machen und eine Entscheidung außerhalb des Beitrages zu treffen. So habe ich viele Beiträge über Zeckenmittel gelesen. Nie hätte ich eines einfach nachgekauft. Bei Interesse informiere ich weiter und bilde mir meine eigene Meinung. Insoweit hat es keines der vielen Zeckenmittel geschafft hier einzuziehen.
    Und auch die Erziehungstipps pp. nehme ich zur Kenntnis und staune oft über die kreativen Ideen, aber ich entscheide, welchen Umgang ich mit Socke pflege.

    Insoweit haben Blogs/Foren für mich keine Vorbildfunktion. Sie bieten die Chance seinen Horizont zu erweitern, sich zu informieren, aber das eigene Denken, Werten, Beurteilen, kritisch bleiben das nehmen sie einem zum Glück nicht ab.

    Eigentlich dachte ich, dass die meisten Blogleser so denken und wundere mich überderartige Kommentare.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke, die Dich als zum Entrümpeln des Hausstandes erkoren hat ;o)




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  9. Toller Beitrag! Es gibt massig viele Anregungen, Erfahrungsberichte, Tipps- und Tricks im Netz zu lesen, aber letztendlich gibt es nicht DAS Geheimrezept schlechthin, denn jeder Hund ist ein Individuum und das ist auch gut so! Was bei dem einen Hund hervorragend geeignet ist, kann bei dem anderen schon wieder völlig nach hinten los gehen und ich denke darüber sollte sich auch jeder bewusst sein, denn letztendlich ist jeder für sein Tier, dessen Erziehung, Gesundheit, Ernährung … selbst verantwortlich.
    Ich freue mich zwar auch immer sehr, wenn ich jemandem mit meinen bisherigen Erfahrungen ein Stück weit helfen kann, aber dies heißt nicht automatisch, dass dies für jedes Mensch- Hund- Team genau so funktioniert, denn wie du schon geschrieben hast: niemand ist Allwissend! Man kann sich noch so gut mit Hunden auskennen und trotzdem können einem Fehler unterlaufen, teils auch unbewusst oder einfach weil man selbst bisher noch nicht Situation X hatte. Nobody is perfect! 😉

    Liebste Grüße und ein schönes Wochenende wünschen euch J&C




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  10. Hallo Nicole und alle anderen 🙂

    Ist es nicht eine Binsenweisheit, dass ich immer eine gewisse Verantwortung habe für das was ich von mir gebe, ob im Netz oder im realen Leben? Das war doch schon immer so… Genauso wie die Tatsache, dass ich auch dafür verantwortlich bin, wie ich mit dem umgehe, was ich lese, höre, sehe.

    Das Internet ist wunderbar, aber manchmal entsetzlich nervig. Wenn noch mehr von denen, die im Netz schreiben, so besonnen und vernünftig und selbstverantwortlich wären wie du, würde es doppelt so viel Spaß machen. Mindestens.

    Mach weiter so, ich freu mich auf die nächsten Artikel!

    Liebe Grüße, Sabine




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