So war sie: Die Doglive in Münster 2017

So war sie: Die Doglive in Münster

Letztes Wochenende hatte ich so einige Premieren: Die erste Fahrt mit einem Reisebus nach über 15 Jahren. Ein Wochenende mit Sabrina. Einen Presserundgang über dem Dach. So viel kann ich schon verraten: Mein Reisebus-Trauma ist dank des Flix-Bus tatsächlich Vergangenheit. 🙂

Ein Presserundgang in luftiger Höhe

Als ich am Freitag in Münster ankam, wurde ich schon erwartet: Da Sabrina von dem Blog „Dietutnichts“ in Osnabrück wohnt und ganz nebenbei auch eine liebe Freundin ist, durfte ich die Tage bei ihr übernachten. 🙂

Das war wirklich ganz praktisch, denn so hatte ich auch gleich die perfekte Fremdenführerin an meiner Seite und musste mir um meinen (nicht vorhandenen) Orientierungssinn wenigstens keine Sorgen machen. 🙂

Mein Presseausweis :-)
Mein Presseausweis 🙂

Da der Presserundgang erst später beginnen sollte und wir noch etwas Zeit hatten, fuhren Sabrina und ich in den Kölle Zoo. Der Laden ist wirklich ein Traum: Nicht nur das Koi Becken direkt am Eingang ist faszinierend, auch die große Auswahl an Natur-Leckereien.

Wie gut, dass wir für Samstag sowieso noch einen zweiten Abstecher dorthin planten – sonst hätte ich wohl noch mehr eingekauft. 🙂 So verzichtete ich am Freitag auf Anschaffungen und wartete erst einmal die Messe ab.

Als der Rundgang stattfinden sollte, trafen wir erst einmal auf Kellie vom Yorkshire-Terrier-Blog sowie auf die liebe Lizzy und ihren Partner von Indianermädchen und Wildfang. Auf Lizzy hatte ich mich wahnsinnig gefreut und war total gespannt, wie sie sein würde.

Ich kann euch verraten: Sie ist genauso lustig und lieb wie sie aussieht. 😀

Über dem Dach der Gala
Über dem Dach der Gala

Bei dem Presserundgang wurden wir dann ein bisschen „behind the Scenes“ geführt und konnten die Aussteller beobachten, wie sie ihre Messestände bestückten. Außerdem ging es für uns hoch in das Dach, über die Holzkonstruktion.

So konnten wir die „Manege“, in der die Gala am Samstag stattfinden würde, einmal von oben betrachten. Das war schon spannend und die Führung war sehr interessant.

Nach dem offiziellen Teil schauten wir uns in dem Gala-Bereich auch direkt eine Probe für die Gala am nächsten Abend an. Ich war tatsächlich schon gespannt, was uns da erwarten würde. 🙂

Danach ging es aber endlich zu Queen und Püppi – also zu Sabrina nach Hause. Wir hatten einen richtig schönen Abend mit leckerem Essen und Queen hat mich unheimlich an Moe erinnert – aber dazu später mehr.

Da war noch alles leer.
Da war noch alles leer.

Samstag: Messerundgang

Samstag früh ging es zeitig zur Messe. Um 11 Uhr hatten wir eine kleine Pressekonferenz, auch hier trafen Sabrina und ich wieder auf Lizzy und Kellie.

Bei dem anschließenden Rundgang verloren wir aber dann den Anschluss und gingen alleine auf Entdeckungstour.

Ja, es war voll. Stellenweise tatsächlich zu voll, um dort gut mit einem Hund durch zu kommen. Die meisten Vierbeiner machten aber einen recht entspannten Eindruck auf mich.

Die kleine Püppi hatte es gut, denn sie war die meiste Zeit bei Sabrina auf dem Arm und konnte von dort aus alles überblicken. 🙂

Die Messe - es war ganz schön voll.
Die Messe – es war ganz schön voll.*

Was mir gut gefiel, war die etwas andere Aufteilung zum letzten Jahr. Außerdem gab es einen Bereich, in dem ein paar junge Start-Ups ihren Stand hatten. Diese hatten etwas geringere Standgebühren und konnten so Messeerfahrung sammeln sowie auf sich aufmerksam machen, was manche auch gut machten. 😉

Was mir generell auffiel, war die teilweise nicht vorhandene Gesprächsbereitschaft an Messeständen. Bei einigen hatte man das Gefühl: „Kauf oder lass mich in Frieden.“

Das fand ich persönlich nicht sehr angenehm, denn natürlich soll auf einer Messe verkauft werden – wenn man aber keine Infos zu dem Produkt erhält oder dem Gegenüber jedes Wort aus der Nase ziehen muss, stehen da wohl einfach die falschen Leute am Stand.

Andererseits empfand ich die Kaufbereitschaft als sehr groß. Viele Menschen waren mit Handkarren unterwegs, auf dem sich die Tüten stapelten. Auch viele Hundebetten wurden verkauft, was mich doch sehr wunderte. Das Angebot scheint wirklich gut gewesen zu sein.

Meine Ausbeute - so viel ist es gar nicht.
Meine Ausbeute – so viel ist es gar nicht.

Ich kaufte an dem Tag ein Spielzeug für Moe (einen Anker). Einerseits, weil ich an Ankern generell nicht vorbei gehen kann und andererseits, weil das Geld für das Spielzeug gespendet wurde. So hielt sich mein schlechtes Gewissen in Grenzen. 😉

Auch bei dem Stand von Kölle Zoo wurde ich fündig, auch wenn er dieses Jahr enttäuschend war. Für meinen Geschmack war die Auswahl sehr klein, was die Naschis anging und so mussten wir natürlich unbedingt noch einmal in den Laden. 🙂

Gefreut habe ich mich darüber, ein paar Menschen, die man vorher nur virtuell kannte, wirklich persönlich zu treffen. Zum Beispiel Kim von Trickdog Coffee und Sabrina von Hundetage und Hundstage. Auch Sabine von Einfach Socke durfte ich endlich live und in Farbe kennen lernen und ich habe mich riesig gefreut, dass sie mich erkannt hat. 🙂

Großartig, wenn man andere lustige Menschen trifft!
Großartig, wenn man andere lustige Menschen trifft!

Positiv aufgefallen zum letzten Jahr ist mir, dass es größtenteils wirklich sauber war. Letztes Jahr empfand ich es als deutlich schlimmer. Schade fand ich allerdings, dass es wenig neue Anbieter auf der Messe gab – die Großen waren wie immer dabei, und, wie es immer so ist: Diese hatten die übliche Auswahl an Bällen, Kong Produkten etc..

Bei den Kleinen waren wirklich wenige Perlen dabei, vielleicht liegt das aber auch an mir. Eine Manufaktur, die Hundebetten „to go“ herstellte, war zwar offensichtlich beliebt, für meinen Geschmack war das aber nichts.

Nach der Messe fuhren wir, wie gesagt, zu Kölle und ich deckte mich dort mit allerhand Naschigkeiten ein (und hoffte, dass noch alles in meinen Rucksack passen würde).

Die Gala: Sieger der Herzen und Merkwürdigkeiten

Nachdem wir am Nachmittag schon einen Teil des Castings für das Multitalent gesehen hatten, war ich gespannt, wer am Abend das Rennen machen würde. Natürlich war ich auch auf das Programm gespannt.

Wir bekamen wirklich viel zu sehen: Der Westie, der beim Treibball richtig loslegte. Die Rock’n’Roll Frisbee Show, die wirklich richtig klasse und mit viel Liebe inszeniert wurde. Und natürlich auch die 3 Finalisten des Multitalents.

Die Rock'n'Roll Frisbee Show war super
Die Rock’n’Roll Frisbee Show war super*

Die erste Finalistin hatte einen Jack Russell im Gepäck. Das Team fand ich wirklich großartig, denn der Kleine konnte einfach alles: Einkaufswagen schieben, Skateboard fahren, Dinge halten und bringen. Ich war gespannt, ob das übertroffen werden konnte.

Die zweite Finalistin war unglaublich süß angezogen, sie trat als Minnie Mouse zusammen mit ihrer Cavalier King Charles Hündin an. Beide hatte ich vorher schon beim Casting gesehen und fand auch die Beiden sehr niedlich zusammen. Leider hatte die einstudierte Choreo wenig Requisiten und so gingen die beiden auf der Bühne etwas unter. Trotzdem gefiel es mir sehr gut, was die Zwei dort ablieferten.

Die dritte Finalistin war Lea mit Yuki und Alinga. Auch die Drei hatten wir beim Casting gesehen. Dort lief die Choreo wirklich gut, allerdings stand für mich nach den ersten zwei Auftritten fest, das die erste Finalistin mit ihrem Jack Russell deutlich besser war – die kleine Pepsi zeigte so viel, dagegen war die Leistung von Lea für mich zu wenig.

Im Finale lief es dann deutlich schlechter als beim Casting, Yuki fiel beim Footstall immer herunter und es sah wirklich nicht gut aus. Vielleicht war es die Aufregung, aber im Ganzen überzeugte mich die Choreo leider nicht.

Schade fand ich, dass die Entscheidung letztendlich dem Publikum überlassen wurde: Durch die Lautstärke des Applaus wurde der Sieger gekürt. Es zählte also, wie viele Fans letztendlich motiviert werden konnten. So wurde Lea dann auch zur Gewinnerin gekürt.

Auch andere Teile der Gala fand ich schwierig bis unnötig. Zum Einen wurde bei der einen Choreo auf Feuer gesetzt, ein Hund sollte durch Feuerreifen springen. Vielleicht bin ich dafür zu sensibel, aber ganz ehrlich: Muss man auf solche Superlative setzen? Und – was kommt als Nächstes? Mir persönlich ist so etwas nichts. Kein Tier sollte durch einen Feuerreifen springen, Punkt.

Mondioring - passte für mich nicht.
Mondioring – passte für mich nicht.*

Der zweite „Stein des Anstosses“ war die Vorführung des Mondioring. Dort werden die Disziplinen Sprünge, Unterordnung und  Schutzdienst gemischt, dies wurde auch vorgeführt. Eine Frau mit einem Mali traten auf, zusammen mit einem Mann in einem Schutzanzug.

Vom Schutzdienst kann man halten, was man möchte. Was mir aber an der Vorführung nicht gefiel, war eine Situation: Die Frau setzte sich auf einen Stuhl, der Mali saß daneben. Der Mann kam von hinten und tippte der Frau auf die Schulter. In der nächsten Sekunde war der Mali schon an seinem Knie und biss in den Schutzanzug.

Das war eine klassische Alltagssituation! Vielleicht kenne ich mich zu wenig aus, aber wer bitte garantiert mir denn, dass so etwas nicht im Alltäglichen passiert? Natürlich war es beeindruckend, wie der Mali mit seinem Frauchen interagierte, aber das war mir für eine Vorführung ehrlich gesagt zu viel. Die Moderation, bei der vielleicht auf gewisse Dinge hingewiesen wurde, war zu leise und ging komplett unter.

Zudem wurde erst am Ende der Gala, als Mica Köppel mit ihrem Malinois auftrat, darauf hingewiesen, das Malis keine Anfängerhunde sind. Bis zu dem Punkt war das Kind aber für mich schon in den Brunnen gefallen.

Der Auftritt des Tamaskan-Rudels war dagegen sehr beeindruckend. Auch wenn sowohl Lizzy, Sabrina und ich feststellten, dass der erste Rüde definitiv nicht gesund sein konnte, so war die Rasse an sich wunderschön anzusehen. Die Tamaskane sind eine noch nicht anerkannte Rasse aus Finnland.

Sie werden mit dem Ziel gezüchtet, optisch auszusehen wie ein Wolf, ohne dabei aber die Eigenschaften des Haushundes zu verlieren. Sie sollen freundliche Familienhunde sein – ein Schaf im Wolfspelz, quasi. Wie ich das finden soll, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Immerhin steckt in diesen Hunden ein Husky und ich bin mir sicher, dass auch die Tamaskane keine Anfängerhunde sind, auch wenn versucht wurde, das so darzustellen.

Beeindruckend und ein absoluter Gänsehaut-Moment war jedoch, als alle Tamaskane gleichzeitig anfingen zu heulen. Wenn ich jetzt daran denke, bekomme ich schon wieder Gänsehaut. Das war wirklich wunderschön.

Mica Köppel und Zazou
Mica Köppel und Zazou*

Gegen Ende der Gala trat die besagte Mica Köppel auf und beeindruckte mich extrem. Zu einem meiner Lieblingslieder (aus „Frozen“) zeigte sie eine Choreo mit ihrer Mali-Hündin Zazou. Sabrina hatte mich ja schon vorgewarnt, dass Mica verzaubern würde – und sie hatte absolut Recht. Es war wirklich toll, diese Einheit zu sehen.

Im Großen und Ganzen war die Gala wirklich unterhaltsam. Ich hatte aber auch viel Glück, denn sowohl Lizzie als auch Sabrina saßen neben mir und wenn uns nicht gefiel, was unten passierte, hatten zumindest wir unseren Spaß. 🙂

Der Sonntag: Letzte Einkäufe und ein Abschied

Sonntag morgen wachte ich auf und wusste plötzlich: Die Leine, die du gestern gesehen hast – die brauchst du unbedingt. Manchmal bin ich wirklich bescheuert.

Zunächst frühstückten Sabrina und ich aber, dann gingen wir auf eine große Fotorunde. Ich wollte unbedingt Queen und Püppi vor der Linse haben. 🙂

Queen hat mich super betreut
Queen hat mich super betreut

Gegen Nachmittag fuhren wir dann mit Gepäck zur Messe, denn mein Bus fuhr nachmittags wieder zurück. Ich kaufte die Leine (nach einem Blick auf meinen Presseausweis gab mir der freundliche Mann einen sehr großzügigen Rabatt, vielen Dank nochmal an dieser Stelle! 🙂 ), holte noch ein paar Futterproben ab und kaufte eine große Naschitüte für meinen Daheim gebliebenen Lieblingsmenschen.

Der Sonntag auf der Messe war unheimlich entspannt. Es waren deutlich weniger Menschen unterwegs und so konnte ich auch einen fast ausgewachsenen Boerboel knuddeln (DIE haben wirklich einen Bollerkopf! Aber soooo zauberhaft! Und er hat geschielt!! Er war so goldig.).

An dem Wochenende auf der Messe festigte sich auch etwas anderes: Ich liebe große, klotzige Hunde. Die Rottis, die Bulldoggen, aber auch die Wolfshunde – ich hätte sie am Liebsten alle eingetütet. Hach.

Der Abschied von Sabrina fiel mir dann doch schwer, aber wir wissen ja, das wir uns bald wiedersehen werden.

Das Wochenende war wahnsinnig voll. Voller Erlebnisse, schöner Momente. Sabrina, Stephan, Püppi und Queen haben mich wunderbar verpflegt, bespaßt, aufgenommen und es mir gemütlich gemacht.

Queen hat sich zu einem wundervollen Hund entwickelt. Im Sommer vorletzten Jahres war sie noch schüchtern und hat kaum Kontakt gesucht, mittlerweile genießt sie auch meine Streicheleinheiten, holt sich ihr Naschi ab, verteilt Knutscher und ist absolut zauberhaft.

Sie ist Moe in vielen Dingen wahnsinnig ähnlich und ein fast typischer Schäfi. Sie hat mich über die Trennung mit Moe super weggetröstet, auch wenn mir abends im Bett schon etwas gefehlt hat. 😉 Aber da musste sie selbstverständlich zum Frauchen.

Die kleine Püppi
Die kleine Püppi

Püppi hat einige Zeit gebraucht, um mit mir warm zu werden. Spielen war ok, Naschi geben auch – aber warum muss sich die Tante in meinem Wohnzimmer bewegen? Und warum hält sie meine Leine? Iiih! 🙂 Püppi ist ein kleiner, lebhafter Frechdachs, verdammt fotogen und nur niedlich. Ich glaube, nächstes Mal findet sie mich auch nur noch halb so doof (hoffentlich). 🙂

Das Wochenende ist schnell vorbei gewesen und obwohl ich die Auswirkungen auch gestern noch gemerkt habe (ich war sehr, sehr müde), so wird es mir lange in schöner Erinnerung bleiben.

*Fotos: mcc-halle-muensterland.de/presse/

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4 Gedanken zu „So war sie: Die Doglive in Münster 2017“

  1. Ich fand es auch sehr schön dich auch mal live gesehen zu haben (und natürlich auch Sabrina und Püppi!).

    Charlys Show ist sicher diskutabel falls es dich interessiert hat sie dazu heute ein kurzes Statement verfasst…;)

    Vlleicht sehen wir uns ja bald nochmal…auch wenn Coffee alles andere als ein stämmiger Hund ist und somit wohl gar nicht deinem Geschmack entspricht 😀
    (Die Boerboel und einen Irischen Wolfshund habe ich auch gestreichelt. Du hast recht die sind wirklich beeindruckend!)




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  2. Hey,

    danke für deinen sehr ausführlichen Messebericht. Wir sind selbst im April in München das erste Mal als neuer Anbieter auf einer Messe. Wir sind schon ganz gespannt und möchten auch nicht nur verkaufen, sondern die Hundebesitzer kennenlernen 🙂
    Vielleicht sieht man sich da, viele Grüße

    Fabian




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