Die chemische Kastration

Lange haben wir uns mit dem Thema rumgeschlagen, ob wir Moe eventuell kastrieren lassen sollten. Eigentlich ist Moe ja ein sehr verträglicher Hund, zumindest bei Menschen und den meisten Hündinnen. Er ist auch nicht die Art Hund, der bei der Läufigkeit einer Hündin aus der Nachbarschaft total abdreht, nichts mehr frisst und pausenlos fiept. Aber Moe ist leider recht territorial verlangt, sprich, wo er ein paar Mal war, ist er der Chef. Zudem zeigte er vermehrt Drohverhalten gegenüber anderen Hunden und ließ sich dann auch nicht mehr abrufen.

Dann stieß ich im Internet auf diese neue Art, einen Rüden für eine kurze Zeit zu kastrieren, eben durch eine chemische Kastration. Dabei wird ein Chip, ähnlich dem Registrierungschip, mit einer Nadel unter die Haut zwischen den Schulterblättern implantiert. Das Mittel nennt sich Suprelorin. Meine Bedenken waren, das unser armer Hund dann zwei Chips mit sich rumträgt, die eventuell im Körper wandern. Leider findet man im Internet auch kaum richtiges Infomaterial, also wurde kurzerhand ein Tierarzttermin vereinbart.

Dort wurde uns erklärt, dass der Chip nach ca. 4 Wochen anfangen würde zu wirken und die Wirkdauer ca. 6 Monate betrage. Zudem wurde meine Befürchtung zerstreut das dieser Chip sich einen neuen Platz in Moes Körper sucht, denn zum Glück löst er sich auf.

Leider muss ich sagen, dass das ganze Prozedere ziemlich schmerzhaft für unseren sowieso etwas sensiblen Hund war, denn 4 Leute konnten ihn nicht halten und schlussendlich musste ihm sogar ein Maulkorb angelegt werden.

Jetzt sind fast vier Wochen vergangen und ich muss sagen, dass es sich tatsächlich gelohnt hat: Moe ist wesentlich souveräner im Umgang mit anderen Rüden und aus potentiell gefährlichen Situationen super abrufbar. Zudem ist er etwas ruhiger geworden. Meine Befürchtung war, dass er jetzt von anderen Rüden bedrängt werden würde, dass ist bisher aber noch nicht vorgekommen.

Nun haben wir noch gut 5 Monate um zu überlegen, ob eine Kastration angebracht wäre. Ich habe eine riesige Angst vor der Narkose und weiß nicht, ob das unbedingt sein muss und zum Wohle unseres Hundes ist. Das wird dann die Zeit zeigen.

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