Clicker-Training mit Moe

Clicker-Training mit Moe

Diejenigen unter euch, die uns schon länger folgen, werden jetzt bestimmt den Kopf auf die Tischplatte schlagen und jammern. „Och nö, die letzten Clicker- und Targettraining-Versuche von Moe und Nicole haben doch auch nicht geklappt!“ – Ja, ihr habt Recht. Clicker-Training und Moe & Me, eigentlich kann das absolut nicht funktionieren.

Dabei hapert es nicht an der Anfangsmotivation, die ist immer riesig. Was wirklich zählt, ist das am-Ball-bleiben. Dieses Mal war ich aber wirklich positiver gestimmt, denn immerhin habe ich es geschafft, Moe in der letzten Zeit (genau genommen, seitdem ich von zu Hause aus arbeite) mehrere Dinge beizubringen.

Wir haben 3 neue Tricks drauf (Pfote auf einem gezeigten Gegenstand ablegen, Slalom um die Beine und „Kuckuck“ durch die Beine haben wir perfektioniert) und außerdem haben wir das Maulkorbtraining mit Erfolg abgeschlossen. 😉

Damit haben wir uns bewiesen: Wir können eigentlich. Ja, vielleicht dauert es bei uns länger. Vielleicht wird es nie für einen Trickwettbewerb reichen (ganz sicher nicht). Aber wir gehen unseren Weg. Also: Warum nicht wieder mal richtig Clickern?

Clickertraining mit der Hunde Clicker-Box

Trainingskarten Basics
Trainingskarten Basics

Die Clicker-Box* stammt aus dem Gräfe und Unzer Verlag und beinhaltet einen Clicker, ein kleines Begleitbuch und diverse Trainingskarten. Diese sind gestaffelt nach den Kategorien Clicker-Basics, Grunderziehung und Tricks.

Als Erstes machte ich mich über das Begleitbuch her. Trotz der doch geringen Größe steckt darin viel Inhalt. Da ich mich mit den Grundlagen des Clickerns durchaus schon auseinander gesetzt habe, hat mir das Büchlein nun nicht viel Neues an Erkenntnissen gebracht. Für jemanden, der ohne Vorwissen startet, ist das Buch aber nützlich und hilfreich.

Bei dem Clicker handelt es sich um ein ganz einfaches Modell mit der Möglichkeit, ein Bändchen hinten durch zu ziehen. Das ist insofern nützlich, als das man den Clicker dann auch mal an der Hose baumeln lassen kann und ihn so unterwegs dabei hat. Der Clicker hat aber auch einen Nachteil, auf den ich weiter unten noch einmal eingehe.

Kommen wir zu den Trainingskarten: Wie bereits erwähnt, sind diese gegliedert in 3 unterschiedliche Trainingsbereiche. Ich stelle euch diese mal im Einzelnen vor:

  • Clicker-Basics: Die Clicker-Basics sind insgesamt nur 5 Karten und damit perfekt, um sie gut abzuarbeiten. Hier geht es um spontanen Blickkontakt, der geclickert wird, sowie Nasentarget (ein Stab, die Hand, etc), Pfotentarget, Stillhalten bei Pflegemaßnahmen und Kreativitätsübungen. Letzteres ist gut für das freie Formen, um den Hund zu mehr Kreativität zu bringen. Bei diesen Karten hat mich am meisten das Clickern bei Pflegemaßnahmen angesprochen, welches sich ja auch weiter ausdehnen lässt. So könnte es eventuell bei einer kleineren Verletzung nützlich sein. Wir werden uns das auf jeden Fall genauer anschauen und berichten, wenn wir dort Erfolge verzeichnen können.
  • Grunderziehung: Bei der Grunderziehung gibt es 14 Karten. Diese beinhalten sehr unterschiedliche Übungen, die Moe aber im Wesentlichen beherrscht. Beispielsweise Sitz, Bleib, Bei Fuß, Rückruf, Leinenführigkeit etc. Spannend fand ich hierbei den Ansatz, mit dem Clickern ein Anti-Jagd-Training stattfinden zu lassen. Wir haben dies ohne Clickern aufgebaut, allerdings finde es auch interessant, dieses mal anders anzugehen.
  • Tricks: Die Trick-Karten nehmen den Hauptteil der Box ein. Was durchaus auch sinnig ist, denn wenn ich an das Clicker-Training denke, sind für mich Tricks der Hauptaspekt, um es zu lernen. Bei den Karten gibt es unheimlich viele Anregungen. Von Objekte umrunden, über Rückwärtsgehen, Kriechen, Schlafen, Aufräumen ist wirklich alles dabei. Die Tricks sind verständlich erklärt und durch die kleinen Fotos auf den Karten werden die Texte ansprechend aufgelockert.

Clicker mir die Tür – Moe macht sich nützlich

Trainingskarten Grunderziehung
Trainingskarten Grunderziehung

Bevor ich diese Clicker-Box in der Hand hielt, hatte ich ein klares Ziel, welches ich mit dem Training erreichen wollte. Mir geht es nicht unbedingt darum, dass Moe etwas super Beeindruckendes wie einen Handstand kann. Aber etwas Nützliches lernen, das wäre toll. Und so kam mir die Idee mit der Tür.

Moe kennt das Kommando „Stubs“. Das habe ich ihm sehr einfach mit einer Hand und einem Post-it beigebracht. Ziel der Übung war schon immer, diesen Zettel irgendwo anbringen zu können, so dass Moe ihn dann mit der Nase anstubst.

Leider ist mir der Zettel immer wieder von der Hand gerutscht, weil Moe so sehr sabbert (natürlich war nicht meine fettige Hand Schuld, niemalsnie!). Das hält das stärkste Post-it nicht aus. 😉 Stattdessen wurde dann die Hand zum Target und bei „Stups“ wird die Hand berührt – egal, wo sie ist.

Also bauten wir langsam das Clickertraining auf, was nicht so schwer war. Klick und Keks ist so ziemlich die beste Anfangsübung, findet Moe. Aber dabei sollte es nicht bleiben.

Trick: Schau
Trick: Schau

Nachdem Moe wusste: Ein Klick bedeutet Keks, steigerten wir die Übung. Immer, wenn Moe mich ansah, gab es die Belohnung. Dann dehnten wir die Zeit aus. So weit, so gut. Natürlich gab es immer auch einen Jackpot, über den Moe sich richtig freute.

Der nächste Schritt begann dann mit dem Klebezettel an der Tür. Und siehe da: Moe konnte sich an den Zettel erinnern. Der Kopf wanderte also minimal Richtung Tür – es folgte der Klick und die Belohnung. So weit, so einfach.

Trainingskarten Tricks
Trainingskarten Tricks

Eines kann ich schon vorweg nehmen: Noch bewegt sich die Tür erst ein paar Millimeter. Wir arbeiten daran, dass Moe die Tür nun mit etwas mehr Kraft schubst, aber ich bin sicher, dass das in den nächsten Tagen klappen wird. Ja, dieses Mal möchte ich es wirklich schaffen. 🙂

Und was hält Moe von dem ganzen Geklicker? Ich hätte es nicht gedacht, aber er ist mit Feuereifer dabei. Da der Klicker auf meinem Schreibtisch liegt, schaut er ihn manchmal auch an und teilt mir dann mit einem Blick mit: „Hey, wir haben heute noch nicht geübt. Wie wär es denn mit JETZT?“ Das finde ich natürlich richtig cool und meist machen wir uns dann auch direkt an die Arbeit.

Tür zu - naja, bald.
Tür zu – naja, bald.

Da ich manchmal dazu neige, etwas größenwahnsinnig zu sein, plane ich schon den nächsten Trick, wenn die Tür denn irgendwann mal zuverlässig geschlossen wird: Das Halten. Im Zuge des Monatspfotos hatte ich ja schon erwähnt, dass ich es toll fände, Moe Gegenstände ins Schnuti zu geben, die er dann einfach nur hält.

Bisher sieht er darin keinen Sinn und ich bin die Letzte, die ihm etwas hinein schiebt und ihm das Maul zuhält, damit er es lernt (kein Witz, in einem Trainingsbuch stand das GENAU SO! Ekelhaft.). Vielleicht bekommen wir das mit dem Clickertraining hin – wenn nicht, ist das auch kein Weltuntergang. Aber versucht haben möchte ich es. Und da dieser Trick auf einer der Trainingskarten gut erklärt ist (gehört dort zum Apportiertraining), bin ich guter Hoffnung.

Fazit: Die Clicker-Box hat Verbesserungspotential

Der Clicker hat Verbesserungspotential
Der Clicker hat Verbesserungspotential

Die Box ist wirklich gut gemacht. Allerdings ist sie wohl eher für blutige Anfänger bis maximal Fortgeschrittene einzusortieren. Wenn man der absolute Clicker- und Trickprofi ist, wird man mit dieser Box nicht glücklich.

Die zahlreichen Trainingskarten sind eine super Unterstützung. Man muss nicht immer ein riesiges Buch mitschleppen, sondern hat jede Übung einfach zur Hand.

Trotzdem gibt es etwas, bei dem ich deutlich Verbesserungsbedarf sehe: Ausgerechnet am Clicker wurde gefühlt „gespart“. Ich hatte es bereits diverse Male, das sich der Knopf irgendwie verhakt hat und ich somit nicht klicken konnte. Das ist schon ärgerlich, vor allem, wenn es darauf ankommt.

Beim ersten Mal dachte ich noch, es wäre meine Schuld. Aber das Problem taucht immer mal wieder auf, deswegen finde ich den Clicker nicht unbedingt empfehlenswert. Daher: Die Box ist prima, wenn der Clicker ausgetauscht werden würde, wäre sie besser. 🙂

Wir bleiben dran!
Wir bleiben dran!

Wie sieht es bei euch aus: Habt ihr Tricks mit dem Clicker erarbeitet oder kommt ihr auch wunderbar ohne zu Recht?

*Affiliate-Link (Was ist das?)
Die Box wurde uns kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

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5 Gedanken zu „Clicker-Training mit Moe“

  1. Die Bilder mit Euch beiden sind sooo toll. Wie Moe Dich anschaut… :-)))

    Linda findet auch, mit klick und Keks ist doch der Sinn der Aufgabe erfüllt und auch sie hat mich schon ganz oft zum Training „genötigt“. Es scheint ihnen also, trotz steigender Schwierigkeiten, wirklich Spaß zu machen…

    Ich benutze das Clickertraining hauptsächlich in spielerischer Absicht, weil es Linda großen Spaß macht. Auf eine besonders akribische Ausführung der Aufgabe kommt es mir im Endeffekt auch gar nicht an. Da ist dann für mich auch die Grenze erreicht, mich weiter damit zu befassen, aber wir wollen das Erlernte ja ebenfalls nicht vorführen…

    Ich finde das Clickertraining sehr nützlich, aber ganz viele Dinge habe ich Linda auch anders beigebracht. Wer mich kennt, weiß ja, ich bin selten auf eine Methode eingeschossen.

    LG Andrea




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  2. Ich schließe mich Andrea an und finde die Bilder von Euch wunderbar. Richtig, richtig schön. Wir handhaben es wir ihr. Mal Clickern wir , aber nicht konsequent damit am Ball bleiben. Socke lernt mit dem Clicker, bie zum Beispiel die Tricks, die wir für das Seminar „Do as I do“ brauchten. Der Socke-nHalter übt hier eigentlich am meisten mit Socke und macht das ohne Klicker.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke




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  3. Wir finden Clickern toll 🙂 Nur fehlt in letzter Zeit die Zeit für neue Tricks 🙁 Diese Clicker Box hört sich gut an, gerade für Anfänger. Wir haben uns allerdings am Anfang einfach eine Hand voll Clicker aus China bestellt und 2 tolle Trickbücher. Das hat uns gereicht 😀

    Liebste GRüße
    Dani mit Inuki und Skadi




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  1. Trick: Einmal Halten, bitte. | Hundeblog Moe and Me

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