Bildband: Street Dogs

Straßenhunde. Hunde die eine ganze Menge gesehen und erlebt haben. Die um ihr Futter kämpfen müssen. Die selten die Liebe eines Menschen spüren und viel zu oft viel zu früh an Verletzungen sterben. Die draußen schlafen, Schutz suchen, unabhängig sind und frei.

Straßenhunde habe ich viele selber kennengelernt und erlebt. Damals. In jedem Portugal – Urlaub in unserem Heimatdorf. Gerade eine Hündin wird mir auf ewig im Gedächtnis bleiben, meine Schöne. Die immer auf mich gewartet hat, sich von mir hat anfassen und streicheln lassen. Die abends vor meinem Fenster so lange gejault hat, bis ich noch mal hinunter gegangen und sie gestreichelt habe.

Sie erinnert mich an meine weiße Hündin
Sie erinnert mich an meine weiße Hündin

Das schlechte Gewissen nagt an mir, wenn ich daran denke, dass ich sie zurück lassen musste. Angeblich hatte sie eine Besitzerin. Ich durfte sie nicht mitnehmen. Es macht mich immer noch traurig und ich hoffe, sie hat oder hatte ein gutes Leben.

Straßenhunde gibt es mittlerweile nicht mehr in unserem Dorf. Die Hundefänger kamen und haben alle mitgenommen. Wahrscheinlich getötet. Denn es waren zu viele.

In anderen Ländern gehören Straßenhunde zum Landschaftsbild. Und heute möchte ich euch von einem ganz besonderen Buch erzählen.

Wunderschöne Aufnahmen
Wunderschöne Aufnahmen

Street Dogs von Traer Scott

Die Fotografin Traer Scott reiste nach Puerto Rico und Mexico, um die Fotos in dem Bildband „Street Dogs“* zu machen. Die Hunde, die sie auf ihrer Reise traf, waren meist ehemalige Haushunde, die den Menschen gewöhnt waren und dementsprechend meist freundlich und, wie sie sagt, „adoptionsbereit“ waren.

Traer Scott machte aber nicht nur die Fotos, sondern sie half auch beim Einfangen und Vermitteln dieser ehemaligen Straßenhunde. Somit haben fast alle dieser Hunde in dem Buch nun ein Zuhause gefunden oder werden in Tierheimen versorgt. Das Buch ist nur durch Spenden entstanden, und ein Teil des Erlöses aus dem Verkauf des Buches geht an die „World Animal Protection“ (mehr Informationen gibt es auch bei Wikipedia).

Dieser kleine Mann sieht so verloren aus...
Dieser kleine Mann sieht so verloren aus…

Die Fotos sind unglaublich berührend und zeigen die Hunde ungeschönt, in schwarz weiß, in ihrer natürlichen Umgebung. Man sieht Welpen, Mutterhündinnen, erwachsene Hunde, alte Hunde. Und jedes Augenpaar hat eine Geschichte zu erzählen.

Das schönste Zitat, dass ich in dem Buch gefunden habe, lautet wie folgt:

„A wonderful beach dog in San Felipe adopted me, which made me realize how many more animals there were in need.“ – Ronda Walpole, Gründerin des San Felipe Animal Rescue

Dieses Buch bestätigt den Tierschutzgedanken, denen zu helfen, die sich nicht selber helfen können. Das muss natürlich nicht immer im Ausland sein, auch hier in Deutschland, direkt in eurer näheren Umgebung, gibt es Möglichkeiten zu helfen. Und wenn man einmal in diese Augen der Hunde geschaut hat, kann man es einfach nicht mehr vergessen.

Berührend: Mutterhündin und Welpe
Berührend: Mutterhündin und Welpe

PS: Wer noch nach einem weiteren Buch zum Thema Fotografie sucht, das eher kein Bildband, sondern etwas „technischer“ sein darf, kann gerne bei meinem neuen Blog vorbei schauen. Dort stelle ich heute das Buch „Capturing Light“ vor. Hier geht es zu Miss Wunder.

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7 Gedanken zu „Bildband: Street Dogs“

  1. Das Buch hört sich wirklich interessant an. Schade, dass es noch immer so viele Straßenhunde gibt. Mir blutet jedesmal das Herz, wenn ich im Urlaub einen sehe. Am liebsten würde ich alle in meinem Koffer packen …

    Liebe Grüße
    Sonja und Charly




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  2. wuff,

    Frauchen hat Straßenhunde in Griechenland erlebt…und wie sie vor der Olympiade vergiftet wurden…. sie sagt, sie kann die Augen der armen Seelen auch nie wieder vergessen…

    schlabberGrüße von Shila




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  3. Mich rührt das Schicksal der Hunde so sehr, dass ich mir soetwas schlecht ansehen kann. Ich bewundere all die Menschen, die sich dem Schicksal dieser armen Hunde annhemen…

    Viele traurige Grüße
    Sabine mit Socke




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  4. Vielleicht ein tolles Buch… allerdings gibt es soviel Leid auf unseren Straßen der Welt – da muss ich mir nicht noch ein Buch zulegen was das ganze noch festhält.
    Zu Schlimm finde ich, was mit den Hunden in den anderen Ländern geschieht.

    Ich unterstütze es dann lieber mit einer Geld und Sachspende anstatt Bilder zu schauen. 🙂




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  5. Was für ein rührender Blog – jetzt habe ich ein ganz bedrückte Stimmung. Auch wenn die Bilder und das Buch sicherlich sehr gut sind. Hier stecken vermutlich sehr tragische Schicksale in den Bildern die unheimlich viel zu erzählen hätten. Ich hoffe das Buch spendet einen Teil der Einnahmen um diesen Hunden zu helfen und ihnen etwas Liebe zu schenken.
    Grüße
    Die nun nachdenkliche Leni




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