Besuch in der Arche Warder

Besuch in der Arche Warder – Die Girgentana Ziege
Besuch in der Arche Warder – Die Girgentana Ziege

Wenn so ein Kinderbesuch da ist, dann steht auf jeden Fall auch ein Besuch in einem Tierpark an. Und so haben wir uns aufgemacht zur Arche Warder, ins europaweit einzigartige Zentrum für seltene und vom Aussterben bedrohte Haus- und Nutztierrassen.

Zoo kann ja jeder und außerdem geht es mir dort meist nicht gut. Ich habe ein Problem damit, Tiere hinter Gittern zu sehen, meist nicht artgerecht gehalten und mit Verhaltensauffälligkeiten.

Die Sachsenente
Die Sachsenente

Die Arche Warder gibt es seit mittlerweile 12 Jahren. Natürlich gibt es dort keine Giraffen, Elefanten oder Affen, dafür aber Ziegen, Schafe, Esel, Pferde, Schweine, Puten, Gänse, Hühner… Tiere, die vor mehr als 100 Jahren noch selbstverständlich waren.

Damals gab es noch eine große Vielfalt an Nutztierrassen. Mittlerweile stirbt weltweit jeden Monat eine Nutztierrasse aus. Durch die Industrialisierung in der Tierproduktion werden nur noch wenige Hochleistungsrassen gezüchtet.

Der Poitou-Esel ist stark gefährdet
Der Poitou-Esel ist stark gefährdet

Die Arche Warder setzt auf die Erhaltungszucht, um eben diese Rassen, die gefährdet sind, zu erhalten. Im Tierpark leben die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung und haben weitläufige Flächen, die sie nutzen können.

Unser Besuch in der Arche Warder

Flauschige Schafe
Flauschige Schafe

Mit Moe und 2 Kindern im Schlepptau fuhren wir also in den Tierpark. Ich hoffte, die Enttäuschung würde nicht zu groß sein, wenn es denn keine Löwen & Tiger gäbe. Aber ich habe mir wirklich zu Unrecht Sorgen gemacht. Der Eintritt kostet für eine Familie mit 2 Kindern 20€, was wirklich in Ordnung ist.

Der Hund zahlt nicht extra und überall im Park gibt es Wasserschüsseln, aus denen der Hund trinken kann. Der Tierpark ist groß und weitläufig. Für kleinere Kinder kann vor Ort ein Bollerwagen angemietet werden.

Moe hat sich dieses Mal etwas besser benommen. Zum Schnüffeln gab es ja eine ganze Menge und so lange Moe ruhig blieb, durfte er auch nah an die Zäune ran. Gerade bei den Schafen und Ziegen fand er das wahnsinnig interessant, aber auch die kleinen Ferkel hatten es ihm angetan.

Allerdings: Als die Ferkel herumtobten und ihren Spaß mit einem Ast hatten, fand Moe das alles andere als witzig und wollte dann doch mal Sheriff spielen. Das war also ein wunderbares Training für Moe: Einfach mal aushalten. Schwierig, aber am Ende klappte es doch ganz gut.

Buntes Bentheimer Schwein mit Ferkeln
Buntes Bentheimer Schwein mit Ferkeln

Es gab auch erstaunlich viel Nachwuchs in der Arche Warder: Die Ferkelchen auf dem Foto oben sind gerade einmal 3 Tage alt. Die Ferkel aus der Galerie oben sind mittlerweile schon 2 Monate alt. Auch kleine Kälber konnten wir in der Ferne entdecken und ein Fohlen.

Am Eingang des Parks erhält man die Möglichkeit, Futter für die Tiere zu erwerben (1,50 € / Tüte). Dieses kann dann zum Beispiel an die Schafe, Ziegen oder Schweine verfüttert werden. Durch Schilder ist gekennzeichnet ob das Tier das Futter bekommen darf oder nicht.

Gerade im Streichelgehege vorne herrscht absolutes Fütterungsverbot, da dort am Häufigsten gefüttert wurde. Wir haben lieber den langen Weg durch den Park genommen und haben unser Futter an die Ziegen und Schweine abgegeben.

Die Girgentana-Ziegen mit den gedrehten Hörnern fanden wir besonders witzig, sie bekamen spontan den Namen: Maccharoni-Ziegen. Und obwohl ich als Erwachsene natürlich hauptsächlich wegen der Kinder im Tierpark war, habe ich es mir nicht nehmen lassen, die Tiere auch zu füttern und zu streicheln, wenn sie es denn wollten.

Im Streichelgehege
Im Streichelgehege

Diese fellige Ziege tut zwar auf dem Foto so, als hätte sie es eilig, nachher saß sie mir aber fast auf dem Schoß und hat sich zwischen den Hörnern kraulen lassen. Die Kinder waren am Ende glücklich und hatten eine Menge gelernt, Moe war total platt und müde von den ganzen Gerüchen und ich würde gerne meinen eigenen Streichelzoo mit Ziegen, Schweinen, Eseln und Schafen haben. 🙂

Gut, dass wir doch so wenig Platz haben und unsere Lebensplanung das nicht zulässt. Wobei – so ein kleines Zicklein kommt doch sicher auch gerne mit auf Reisen, oder? 😀

Zicklein, kommst du mit?
Zicklein, kommst du mit?
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