Ausschlussdiät beim Hund – Was ist das?

Ausschlussdiät - hoffentlich nicht für mich!
Ausschlussdiät - hoffentlich nicht für mich!

Durch den Umzug ist es etwas untergegangen, aber ich wollte euch noch berichten, was bei unserem dritten Arztbesuch heraus gekommen ist (oder auch nicht).

Nach dem großen Bluttest haben wir die restliche Blutprobe nun noch etwas Spezifischer untersuchen lassen, um herauszufinden, ob Moe auf Schimmelpilze oder auf Milben reagiert.

Sowohl Futtermilben als auch Schimmelpilze wurden letztendlich auch beim zweiten Mal positiv getestet. Allerdings mit Einschränkungen: Laut Tierarzt ist die Allergie sehr schwach ausgeprägt und kann eigentlich nicht zu der trockenen Lefze, der schlechten Haut und der hellen Nase führen.

Nun wurde uns vorgeschlagen, eine Ausschlussdiät zu versuchen: Pferd oder Känguru mit Kartoffeln soll es in Zukunft nur noch geben.

Was ist eine Ausschlussdiät?

Bei dem Verdacht auf eine Allergie beim Hund gegen einen Nahrungsbestandteil kommt die Ausschlussdiät zum Einsatz. Sie wird auch Eliminationsdiät genannt und funktioniert relativ einfach: Über einen Zeitraum von ca. 10 Wochen wird dem Hund nur eine Tierart als Futter angeboten plus eine Getreide- und / oder Gemüsesorte. Bei der Fleischquelle ist es wichtig, eine zu wählen, die der Hund bislang noch nicht bekommen hat. Meistens ist das Pferd, aber auch Känguru und Strauß ist möglich. Auch die Gemüsesorte sollte etwas sein, dass bisher noch nicht verfüttert wurde. Bei uns sind das beispielsweise Pastinaken. Auch die Leckerchen müssen entsprechend abgestimmt werden.

Wichtig bei einer Ausschlussdiät ist die Konsequenz: Es muss durchgehalten werden und der Hund darf nicht zwischendurch mal etwas anderes bekommen. Nach ca. 10 Wochen, bzw. wenn die Symptome vollständig verschwunden sind, kann es auf zweierlei Art und Weise weitergehen.

Entweder: Direkte Umstellung

Nach der Ausschlussdiät kann direkt auf das vorher Gefütterte umgestellt werden – stellen sich dann wieder Symptome ein, weiß man sicher, dass der Hund eine Futtermittelallergie hat. Allerdings ist dann immer noch nicht sicher, gegen was der Hund genau allergisch ist. Für uns kommt daher nur die 2. Möglichkeit in Frage.

Oder: Schrittweise Umstellung

Wenn wir eine Ausschlussdiät machen, wäre dies unsere Wahl: Schritt für Schritt wird nach Abklingen der Symptome eine weiterer Futterbestandteil hinzugefügt. Falls der Vierbeiner wieder Symptome einer Allergie zeigt, wird der Futterbestandteil sofort wieder weggelassen. Falls nicht, kann nach 2-3 Wochen ein weiterer Futterbestandteil zugegeben werden. Tritt allerdings eine Reaktion auf, wird der neue Futterbestandteil sofort wieder weggelassen.

Wichtig: Sollte es zu Symptomen kommen, darf erst wieder mit einem neuen Bestandteil begonnen werden, wenn die Reaktion komplett abgeklungen ist. Sonst geht die Aussagekraft der Diät verloren.

Was machen wir?
Was machen wir?

Und was machen wir?

Ich bin noch am Überlegen, ob ich die Ausschlussdiät tatsächlich starten möchte. Zum Einen sind die Symptome fast abgeklungen. Zum Anderen ist es natürlich auch nicht gerade günstig, wenn es immer Pferdefleisch sein soll. 10 Wochen nur das gleiche Fleisch stelle ich mir auch eher schwierig vor.

Von mehreren Fällen weiß ich, dass auch die Ausschlussdiät nicht den gewünschten Effekt hatte, sondern die Allergie schlimmer wurde – und es blieb nicht bei der Anfangsverschlimmerung, sondern hielt 6 Wochen an, bevor die Diät abgebrochen wurde. Bei anderen gab es keinen Effekt.

Ich warte nun ca. einen Monat ab. Seit unserem Einzug wird Moe nur noch draußen gefüttert, wir achten penibel auf Sauberkeit bei den Näpfen und es gibt nur noch Leckerchen ohne Getreidezusatz.

Vielleicht ist das schon ein richtiger Schritt und wir bekommen die Allergie in Griff – sollte es so sein, könnte es wirklich an der Futtermilbe oder am Schimmelpilz gelegen haben ( Schimmel hatten wir in der alten Wohnung, nach dem Umzug könnte das also besser werden, falls es denn daran lag).

Sollte es aber wieder schlimmer werden mit der Lefze, werden wir natürlich eine Ausschlussdiät versuchen. Im Buch „Natural Dog Food“* werden dazu noch ein paar Kräuter zur Unterstützung empfohlen – das Buch selber stelle ich euch bald vor. Ich bin gespannt, wie es bei Moe weiter geht und hoffe natürlich das Beste – für uns heißt das, dass es ohne die Diät klappt.

Habt ihr schon eine Ausschlussdiät machen müssen und hatte es den gewünschten Effekt?

Frauchen hat 'ne Meise mit ihrer Diät!
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8 Gedanken zu „Ausschlussdiät beim Hund – Was ist das?“

  1. Da drücken wir Euch aber kräftig die Daumen und alle verfügbaren Pfoten!

    Wir mussten zum Glück noch nie eine Ausschlussdiät machen da meine beiden Cocker tatsächlich ALLES vertragen! Toi toi toi!

    Ich kann Dir in so einem Fall aber auch empfehlen mal zu einem erfahrenen Tierheilpraktiker oder Tierarzt zu gehen, der sich mit Bioresonanz auskennt. Damit kann man Allergien „löschen“. Ich kenne Fälle bei denen dieses Verfahren sehr gut geklappt hat.

    Viele liebe Grüße
    Steffi mit Ren & Stimpy




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  2. Haha, tatsächlich haben wir genau diese Diät mit Momo gestern begonnen. Als erstes Resultat kann ich sagen: Momo hatte heute morgen total breiigen Kot, was sie sonst nie hatte. Fängt ja gut an!
    Ich hoffe, ihr kommt um die Ausschlussdiät drum herum, denn Spaß macht das nicht und ins Geld geht das in der Tat sehr. 🙁




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  3. Von einer direkten Umstellung habe ich noch nie was gehört. Hört sich auch in der Tat irgendwie schwachsinnig an. Da macht man sich so viel Arbeit und dann weiß man wieder nicht, wo man steht.

    Ich würde also auch ganz klar die schrittweise Umstellung machen. Wegen Mangelerscheinungen würde ich mir nicht so viel Sorgen machen. 8 Wochen ist keine Ewigkeit, da kann nicht so viel schief gehen.

    Wahrscheinlich würde ich aber auch erst noch mal ein paar Wochen abwarten. Vielleicht wird es ja jetzt Schritt für Schritt immer besser 🙂

    Liebste Grüße und auch euch drücken wir die Daumen 🙂




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  4. Nee sowas habe ich noch nie gemacht. Für so sinnvoll halte ich es auch nicht… Aber das ihr das Getreide weg lasst ist schon mal gut! Wir Wauzels würden Getreide nie so futtern 😉
    Ich drück die Pfoten, dass es nicht schlimmer wird!

    Schlabbergrüße Bonjo




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  5. Huhu,
    also wir hatten mehrmals schon das Thema Ausschlussdiät. Damals hatte Luri furchtbaren Juckreiz und es stand auch die Thematik Milben im Raum.
    Wir haben dann insgesamt mehrere Wochen nur Pferd und Kartoffeln gefüttert und nichts hat sich gebessert. Wir waren dann auch in der Tierklinik in Leipzig und auch da konnte man uns nicht helfen.
    Es wurde Sommer ungefähr wie jetzt die Zeit und es wurde von selbst einfach besser.
    Vermutlich war Auslöser u.a. Haarspray, denn damals wich Luri mir nicht von der Seite, auch wenn ich mich früh fertig gemacht habe. Sehr banal, aber einleuchtend. Seit dem achte ich sehr darauf, dass ich allein im Raum bin, wenn ich Haar- und Deospray verwende.
    Gebe Quark oder körnigen Frischkäse immer wieder mal mit zum Fressen, sowie Walnusskernöl. Ist für Fell, Haut und Körper ganz gut 🙂

    Alles Gute für Euch
    Anja und Luri




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  6. Zum Glück mussten wir zu so drastischen Mitteln noch nie greifen. Ich würde aber auch noch ein paar Wochen warten. Vielleicht war es ja wirklich der Schimmel in der Wohnung. Wir drücken weiter die Daumen und Pfoten, dass es bald abheilt.

    Liebe Grüße
    Sonja und Charly




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  7. Wir haben sofort umgestellt. Sockes Krankheitsbild war vielleicht anders, aber sie hat es super vertragen, anders als die arme Momo. Bis heute bekommt Socke Pferd und Kartoffel, ergänzt haben wir Strauß und ab dem Wochenende Süßkartoffel. Wir haben diese Diät nicht ganz korrekt gemacht, aber Socke verträgt es so gut. Jetzt gibt es das erste Barferprofil (Bluttest) und wir hoffen, dass die Verträglichkeit auch im Blutbild sichtbar wird. Es gibt bei diesen Fragen vielleiht kein richtig oder falsch. Insoweit kommt es auf die Erkrankung und die körperliche Konstitution, das Hundealter usw. an. Ich denke, dass die behandelnden Tierärzte vielleicht eine gute Unterstützung sein können.

    Wir wünschen Euch viel Erfolg, egal, wie Ihr Euch entscheidet und senden viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke




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