Ausgesetzt.

Abandoned dog

Umso mehr mich die Fotografie in ihre Klauen bekommt, desto mehr denke ich über mögliche Fotomotive, Bildaufbau, Themen nach. Und versuche meine Gedanken dann natürlich auch umzusetzen.

In dem oben gezeigten Fall war es eine Verkettung von glücklichen Umständen: Wir waren am Sonntag bei uns bei allerschönstem Sonnenschein losgefahren und wollen mal einen anderen Strand ausprobieren. Und was war dort? Nebel. Aber so eine richtig dicke Suppe. Gut, man hätte umkehren können. Sowas machen wir aber nicht. 😉

Und dann sah ich sie, diese Bank im Nebel und eine Idee entstand in meinem Kopf. Glücklicherweise ist Moe ja meist zu allen Schandtaten bereit und er setzte sich direkt dort hin, wo ich ihn haben wollte. Eine Minute später war das Foto im Kasten und ich freute mich.

Bis ich anfing, das Foto zu bearbeiten. Es machte mich in dem Moment schrecklich traurig und auch jetzt noch bewegt es mich.

Denn leider passiert es tatsächlich viel zu oft, dass Hunde ausgesetzt werden. Ohne, dass jemand ein „Beweisfoto“ davon macht. Bald ist wieder Reisezeit und ich befürchte, dass wieder ganz viele Hunde zur Last werden, an Rastplätzen ausgesetzt oder vor dem Tierheim angebunden werden. Die Hunde vor dem Tierheim sind dabei noch die „Glücklichen“. Viel zu viele Hunde werden weggeworfen oder im Wald angebunden.

Für mich sind solche Geschichten unvorstellbar und ich weiß nicht, was in einem Menschen vorgeht, der so etwas macht. Diese Gleichgültigkeit in sich zu haben, einem Tier nicht einmal die Chance auf ein neues Zuhause zu geben, indem man es an eine andere Person vermittelt oder im Tierheim abgibt. Wie viele arme Vierbeiner so wahnsinnig enttäuscht sein müssen, Angst haben, weil sie ausgesetzt wurden – ich kann es mir echt nicht vorstellen.

Ich bin froh, dass ich nur ein Foto gemacht habe – und Moe danach wieder mit nach Hause gekommen ist.

error: Content is protected !!