Ausflug mit Hund: Gespensterwald in Nienhagen

Ausflug mit Hund: Gespensterwald in Nienhagen

Bevor wir euch von unserem Urlaub in Mirow an der Mecklenburgischen Seenplatte erzählen, möchten wir quasi hinten anfangen. Wir starten also mit unserem letzten Tag, den wir im Gespensterwald in Nienhagen verbrachten.

Ausflug mit Hund: Ab in den Gespensterwald!

Dank mehrerer Fotos und dem Fotografen Calvin Hollywood erfuhr ich von dem Gespensterwald in Nienhagen (Mecklenburg-Vorpommern). Da dieser Wald mehr oder weniger auf unserer Rückreise-Strecke von Mirow lag, beschlossen wir, diesen noch „mitzunehmen“, bevor es wieder nach Hause ging.

Voll gespenstisch, so ein Gespensterwald
Voll gespenstisch, so ein Gespensterwald!

So wurde früh am Morgen Proviant gepackt und das Auto beladen. 1,5 Stunden später kamen wir auch schon in Nienhagen an.

Parken lässt es sich besonders gut auf dem Parkplatz in der Waldstraße. Dort steht man kostenlos und mit Glück erwischt man sogar einen Schattenparkplatz.

Ich liebe das Licht im Wald!
Ich liebe das Licht im Wald!

Der Weg führte uns allerdings nicht direkt in den Wald (obwohl man dies von dem Parkplatz aus sofort hätte tun können), denn wir brauchten nach der Fahrt alle einen Gassi-Platz. 😉 Moe hat es da ja immer leichter.

So konnten wir einen Blick auf die schönen Villen Nienhagens werfen und können jetzt feststellen: So ein Ostseebad kann ganz hübsch sein! 🙂 Am Wasser unten angekommen, gönnten wir uns nach dem Notwendigen ein Eis. Schließlich sollte man gut gestärkt sein, wenn man sich mit Gespenstern umgeben will.

Schnell führte uns der Weg in den Wald, denn dort war es um die Mittagszeit schön schattig und kühl. Abgesehen von ein paar Kamikaze-Radfahrern, die sich auch nicht sonderlich Mühe gaben, vorsichtig zu fahren („Wer bremst, verliert.“) war es wirklich sehr schön.

Warum heißt der Gespensterwald eigentlich Gespensterwald?

Der Name kommt wohl aus dem Volksmund, denn eigentlich schimpft der Abschnitt sich Nienhägener Holz. Da der Wald, der aus Buchen und Eichen besteht, an der Steilküste zur Ostsee steht und die Stämme und Äste durch den Seewind so „krüppelig“ gewachsen sind, wird der Name wohl daher kommen. Zudem stelle ich mir den Gespensterwald im Nebel oder im Winter wahrlich gruselig vor.

Durch die Bäume mit Blick auf das Herrchen - und das Meer.
Durch die Bäume mit Blick auf das Herrchen – und das Meer.

Leider waren wir nun im Sommer da. Klar, der Wald sah auch so wirklich spannend aus, aber für die Stimmung wäre ein düsterer, nebelverhangener Tag perfekt gewesen. Ja, ich höre schon auf über das Wetter zu meckern. 😉

Es war schon beeindruckend, durch die Bäume direkt auf das Meer herunter schauen zu können. Da wir etwas abseits der Wege gingen, störten auch irgendwann die Radfahrer nicht mehr. Hunde waren so gut wie keine zu finden, sodass wir mit Moe ungestört waren.

Das schöne Licht direkt genutzt. ;-)
Das schöne Licht direkt genutzt. 😉

Moe fand den Wald natürlich super, denn fremde Gerüche und dazu noch kühler Schatten war auf der Mittagsrunde einfach perfekt (immerhin hatten wir am Sonntag 26 Grad).

Hundestrand beim Gespensterwald

Wohl wissend, dass aus unserer Richtung kommend wir auf den Hundestrand zulaufen würden, machten wir uns dahin auf den Weg. Nicht, dass es bei uns hier zu wenig Meer geben würde, aber so eine kleine Abkühlung zwischendurch wollten wir Moe ruhig gönnen. 🙂

Autsch - der Strand beim Gespensterwald ist nicht so schön.
Autsch – der Strand beim Gespensterwald ist nicht so schön.

Leider war der Hundestrand alles andere als schön. Genau genommen war er genau so Mist wie der, von dem wir damals weggezogen sind: Nur große Steine, kein Sand, Verletzungsgefahr. Deswegen ließen wir Moe auch an der Leine, einmal Pfoten kühlen, Fotos rechts links machen und schnell wieder zurück in den Wald.

So einen Strand braucht kein Mensch und ich habe nicht verstanden, warum dort so viele Menschen am Hundestrand vertreten waren (ohne Hund). Ich lege mich doch nicht freiwillig auf Kiesel, wenn ich ein paar Meter weiter feinsten Sandstrand habe?!

Die Steine scheinen nicht zu stören...
Die Steine scheinen nicht zu stören…

Allerdings war es interessant, die Steilküste und den Gespensterwald auch mal von unten zu betrachten. Der Wald sieht wirklich spannend aus und ich freue mich, dass wir diesen Abstecher doch gemacht haben!

Geocaching im Gespensterwald

Waldwanderung mit Meerblick
Waldwanderung mit Meerblick

Auf dem Rückweg zum Auto wollten wir noch einen Cache heben. Wenn wir schon einmal da sind… Zu erst verliefen wir uns, weil wir einem Reiterwanderweg folgten.

Trotzdem dachte ich lange, wir wären auf dem richtigen Weg… Bis uns ein Nest von summenden, brummenden, fliegenden Tierchen Einhalt gebot und wir schnell umdrehten.

Das Navi hatte gewonnen. 😉 Wieder auf dem richtigen Weg angekommen, folgten wir unserer Karte. Gingen in den einen Abschnitt hinein und wieder hinaus.

Merke: Im Wald kann so ein Apfeltelefon schon einmal Schwierigkeiten mit der Standort-Bestimmung bekommen!

Da das Herrchen mit kurzer Hose unterwegs und bereits 2 Mal Bekanntschaft mit Brennnesseln gemacht hatte, brachen wir irgendwann die Suche ab.

Wir wurden einfach nicht fündig, hatten auch keine Handschuhe dabei um wirklich in Baumwurzeln hinein greifen zu wollen.

Also: Vielleicht waren wir richtig, aber Selbstschutz geht vor Finden (und ohne Handschuhe grabbel ich nicht in irgendwelchen Spinnennestern herum!!).

Wir waren sowieso alle am Ende unserer Konzentrationsfähigkeit angekommen, wir hatten noch 2,5 Stunden Fahrt vor uns und überhaupt reichte es uns dann auch mal mit Wald. 🙂

Der Gespensterwald ist ein schönes Ausflugsziel mit Hund!

Wenn man dort auf der Ecke ist, sollte man sich den Gespensterwald auf keinen Fall entgehen lassen. Nehmt euch eine Picknick-Decke mit, genießt die Aussicht. Den Hundestrand könnt ihr euch allemal sparen, dafür kommt ihr dann lieber in unsere Ecke. 😉

Die Steilküste ist schön, der Strand eher weniger...
Die Steilküste ist schön, der Strand eher weniger…

Ich bin leider wieder absolut an meine Grenzen gestoßen, was die Landschaftsfotografie angeht. Ich hoffe, ihr verzeiht mir das. Ohne Weitwinkel und mit 50 mm Festbrennweite unterwegs zu sein, ist nicht immer die beste Idee. 😀 Ich hoffe, ich konnte euch trotzdem einen Eindruck geben, wie es im Wald ausgesehen hat.

Demnächst nehmen wir euch dann mit nach Mirow und unsere Zeit dort. Dann gibt es auch mehr Moe-Fotos als Landschaftsbilder. *lach*

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