Aufreger der Woche

Eigentlich bin ich Freitags nach der Arbeit tiefentspannt. Wochenende, mehr Zeit für Moe, alles perfekt. So war es auch gestern – bis zu dem Abendspaziergang.

Wir waren ganz normal auf unserer Runde unterwegs, als ich plötzlich von links einen großen, schwarz-weißen Hund über die Straße zu uns herüber rennen sah.  Im ersten Moment habe ich mir Sorgen um den Hund gemacht, da ich keinen Besitzer ausmachen konnte und Angst hatte, dass er vielleicht angefahren würde. Das Ziel des Rüden war natürlich Moe. So kam dann dieser Hund (auch noch um einiges größer als Moe) mit aufgestelltem Nackenhaar zu uns gelaufen, ungebremst und ich dachte nur: das gibt ein Problem.

So war es dann auch. Die beiden knurrten sich direkt an und dann passierte das für mich unvorhergesehene: Moe hat so einen Sprung nach vorne gemacht, das ich mich einfach nicht mehr halten konnte und hinflog. Das ist mir bisher auch erst einmal bei Glatteis passiert. Selber schuld, kannst halt deinen Hund nicht halten, würde man sagen. Aber: als dann endlich die Besitzerin ihren Hund zurückgerufen hatte, kam dann noch der blöde Spruch von ihr: „Nächstes Mal einfach die Leine loslassen!“

Geht’s noch? Natürlich sollte ich meinen Hund halten können, wenn so etwas passiert. Aber ist sie nicht auch in der Verpflichtung, ihren Hund kontrollieren zu können? Er hätte ja auch angefahren werden können, aber das hat sie anscheinend nicht interessiert. Hätte ich die Leine losgelassen, wäre Moe auch auf die Straße gelaufen. Tolle Idee also.

Der Abend endete dann damit, das die Frau schnell abgezogen ist, ich bedröppelt auf dem Boden saß und mir den verstauchten Knöchel hielt. Toller Freitag Abend.

 

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