Die Angst vor dem Hund

Die Angst vor dem Hund
Die Angst vor dem Hund

Nasse Hände, Herzrasen, Schockstarre – nein, wir sind hier nicht in einem Horrorfilm. Aber in einem ganz persönlichen Albtraum, den einige Mitmenschen relativ häufig, manchmal sogar jeden Tag, erleben.

Meine jüngere Schwester hat Angst vor Hunden. Egal ob groß oder klein, Hunde sind ihr suspekt. Warum das so ist, wollte ich von ihr in einem kleinen Interview wissen.

Die Angst vor Hunden

Nadine und Moe
Nadine und Moe

Nadine, du hast Angst vor Hunden. Seit wann ist das so und wie äußert sich das?

Ich hatte schon immer keinen richtigen Bezug zu Tieren. Alles, was sich hektisch bewegt, ist schlimm. Ich kann mich an keine Situation erinnern, in der ich einfach so auf einen Hund oder ein anderes Tier zugegangen bin.

Wenn ich einen Hund sehe, bekomme ich Herzrasen, ich verfalle in Schockstarre, weiß nicht mehr, wie ich mich bewegen soll. Ich habe Angst, eine falsche Bewegung zu machen. Wenn der Hund bellt, erschrecke ich mich. Es reicht, wenn der Hund weit entfernt ist und bellt, dann hoffe ich immer, das er sich nicht in meine Richtung bewegt und ich halte die Augen offen, beobachte, wo er ist oder sein könnte.

Vielleicht liegt das an den Geschichten, die uns früh erzählt wurden: Mama und Opa sind doch beide gebissen worden und haben das immer ausführlich erzählt. Komischerweise hat dich das aber nicht so eingeschüchtert wie mich. 🙂 Oder es liegt daran, dass ich mitbekommen habe, wie meine Freundin damals von einem West-Highland-Terrier gezwickt wurde. Daran kann ich mich allerdings kaum erinnern.

Am schlimmsten sind die Hunde, die ohne Leine unterwegs sind: Diese behalte ich generell im Auge und hoffe, dass mir der Hund nicht begegnet.

Leider erlebe ich es auch viel zu oft, dass mir die Hundebesitzer dann versichern, ihr Hund würde nichts machen, wenn er auf mich zu läuft. Ich bin aber verunsichert, wenn ich sogar sehe, dass die Hundehalter teilweise gar keine Kontrolle über ihren Hund haben. Vor allem wenn dann noch kleine Kinder mit großen Hunden unterwegs sind, oder Besitzer mit so einer Rollleine, die sie gar nicht mehr aufgewickelt bekommen.

„Kleine Kinder mit großen Hunden oder Besitzer mit Rollleinen – die haben ihren Hund doch gar nicht unter Kontrolle!“

Super ist auch, wenn ich ausgelacht werden, wenn Hundehalter meine Angst sehen. Das ist das Schlimmste: Nicht Ernst genommen zu werden. Sehr oft passiert mir das auf dem Fahrrad: Ich bremse ab, versuche langsam an dem Hund vorbei zu fahren. Die Besitzer kümmert das alles nicht, sie lassen ihren Hund frei laufen und ich kann nicht einschätzen, wohin sich der Hund bewegt. Nicht nur, dass ich Angst davor habe, den Hund zu verletzen. Ich habe auch Angst, das der Hund ins Fahrrad läuft und ich falle.

Die schlimmste Situation auf dem Fahrrad war, dass ein kleinerer Hund plötzlich nach meinem Zeh schnappte: Das kann doch echt nicht sein, oder?

Mit Moe klappt das Spielen
Mit Moe klappt das Spielen

Unglaublich, wie rücksichtslos manche Menschen sind. Ich kann dir aber versichern, dass nicht alle Hundehalter so sind. 🙂 Hattest du denn schon besonders schlimme Momente mit Hunden, mal abgesehen von der, die du schon erzählt hast?

Oh ja, ich habe so einige miterlebt oder erzählt bekommen. Meine Freundin zum Beispiel hatte einen Dackel. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit konnte ich mit dem auch Spielen. Bis er mich beim Spiel einmal richtig angeknurrt hat und auch die Zähne zeigte – da war es dann vorbei. Selbst als meine Freundin meinte, dass er das nur aus dem Spiel heraus gemacht hat: Ich kann die Körpersprache der Hunde nicht lesen, ich kann den Hund nicht einschätzen. Und ich vertraue auch kaum jemanden, der mir sagt, dass der Hund nichts tut. Der Satz: „Der will nur spielen“ beruhigt mich kein Stück.

Dann hatte ich eine Begegnung mit einem Dobermann. Eigentlich auch ein liebes Tier. Ich sollte das Spielzeug werfen, aber jedes Mal, wenn er es zurück gebracht und abgelegt hatte, sprang dieser Hund, wenn ich mich nach dem Spielzeug bücken wollte, darauf. Das hat mich eingeschüchtert und ich habe jetzt auch immer noch Angst, wenn ich mit Moe spiele – obwohl Moe das noch nie bei mir gemacht hat.

Auch mit der Nachbarshündin habe ich es probiert, man soll sich ja seiner Angst stellen: auch hier sollte ich einen Ball werfen. Alles klappte gut, so weit in Ordnung. Bis zu dem Moment, als ich dann nicht mehr Spielen wollte und den Ball festhielt: Der kleine Terrier verbiss sich in meiner Hose und war selbst von den Hundehaltern nur unter Anstrengung wieder zu lösen. Seitdem kann ich an deren Haustür nicht mehr vorbei laufen, ohne angebellt zu werden: Der Terrier knurrt, bellt und stellt sein Nackenfell hoch. Ich hoffe immer nur, dass die Tür geschlossen ist.

Die Sonne genießen
Die Sonne genießen

Tja, und dann lernte ich meinen Freund kennen: Damals wohnten bei ihm und seiner Familie noch 2 Shar-Peis. Er erzählte mir, dass er schon 2 Mal gebissen und auch richtig verletzt worden war. Ich bekomme auch heute noch Anweisungen, wie ich mich in dem Haushalt verhalten soll, wenn ich zum Beispiel dem Napf zu Nahe komme oder anderes.

Neulich passierte dann mein absoluter Albtraum: Frida, der eine Shar-Pei, bekam ein Rinderohr und rannte damit raus in den Garten. Da sie das Rinderohr nicht draußen vergraben sollte, sollte mein Freund das verhindern: Die Bezugspersonen sind eigentlich seine Eltern, aber deren Rufen hat nichts gebracht. Also sollte er das machen.

Frida fühlte sich wohl von ihm in die Ecke gedrängt, konnte nicht ausweichen. Mein Freund sagte: „Aus!“, aber in dem Moment sprang Frida ihn an und bellte richtig tief und knurrte. Das waren die Geräusche, die ich von drinnen hörte. Und dann meinen Freund, wie er losbrüllte und schrie. Er kam dann reingelaufen und ich hab nur noch Blut gesehen: Frida hatte ihm in die Handinnenfläche gebissen. Mein Freund musste in die Notaufnahme und genäht werden.

Ich selber stand total unter Schock und bin jetzt nur noch vorsichtiger, was Frida angeht. Allerdings weiß ich auch, dass sie das merkt, wenn ich Angst habe und versuche, ruhig zu bleiben. Das klappt aber nicht immer.

Der tut nichts...
Der tut nichts…

Als die Geschichte passiert ist, war ich auch schockiert. Ich kann mir das bei Moe überhaupt nicht vorstellen und frage mich, wie sehr auch Frida in Panik gewesen sein muss, dass sie das als letzte Möglichkeit gesehen hat. Nun hast du ja aber nicht nur Frida in deiner Familie, sondern auch Moe und der Hund unseres Onkels, Figo. Wie kommst du denn mit den beiden zurecht?

Figo (ein Flat-Coated-Retriever) ist absolut kein Hund für mich. Das ist wieder so einer, bei dem ich wirklich Panik habe. Er ist hibbelig, fordert, stupst mich an, ich habe keine Gelegenheit, mich zurück zu ziehen. Auch mit ihm ist mir eine Situation passiert, die so nicht schlimm erscheint und für andere vielleicht nicht nachzuvollziehen ist.

„Irgendwie kann keiner meine Angst nachvollziehen.“

Aber wenn man Angst vor Hunden hat, ist es wahnsinnig schlimm: Ich hatte mir die Hände eingecremt und dieser Hund sprang mit seinen Vorderpfoten (ich saß auf einem Stuhl) auf meinen Schoß, um mir die Finger abzulecken! Mal davon abgesehen, dass am Kopf streicheln schon eine absolute Vertrauenssache ist, geht das überhaupt nicht. Meine Familie, die mit am Tisch saß, hat gelacht. Irgendwie kann keiner meine Angst nachvollziehen.

Bei Moe habe ich auch im ersten Moment immer Angst, wenn er bellt. Er ist ein großer Hund und es ist schon beeindruckend, wenn er auf mich zu läuft. Mittlerweile weiß ich, dass er sich freut und er springt mich auch nicht an. Zum Anderen weiß ich ja von dir, dass ich ihn nicht zusätzlich aufputschen und ihn erst einmal ignorieren soll, bis er sich beruhigt. Ich habe das Gefühl, dass Moe auch sensibel ist und weiß, dass ich Angst habe. Er  legt sich ja schnell hin um sich streicheln zu lassen.

Kuscheln mit Moe
Kuscheln mit Moe

Trotzdem: Auch Moe gebe ich Leckerlies nur aus der flachen Hand, beim Spielen mit ihm bin ich angespannt. Aber es wird. Er ist der einzige Hund, zu dem ich mich Hinlegen kann, mit dem ich Kuscheln kann. Wenn er bellt, erschrecke ich mich trotzdem, ich wünschte, das würde er nicht tun. 🙂

Wir arbeiten daran, aber ganz vermeiden lassen wird sich das wohl nicht. 🙂 Hast du denn eine Bitte an uns Hundehalter?

Ja. Ich kann verstehen, dass ihr Hundehalter denkt, ihr wisst, was euer Hund tut und was nicht. Aber ich kann das nicht einschätzen und jeder andere, der euch entgegen kommt, auch nicht. Also bitte, ruft euren Hund zu euch heran, nehmt ihn an die Leine oder signalisiert mir als Radfahrer/Fußgänger, dass ihr euren Hund bei euch behaltet! Nicht nur, dass ich nicht verletzt werden möchte, ich möchte auch euren Hund nicht verletzen, weil ich mit meinem Fahrrad nicht mehr bremsen kann.

Lacht die Menschen nicht aus, die Angst vor Hunden haben. Es mag ja sein, dass es in euren Augen unbegründet ist, für Menschen wie mich ist es einfach nur schlimm. Ich versuche, mich meiner Angst zu stellen und arbeite daran. Trotzdem kann ich unkontrollierte Begegnungen, Auslachen oder Kommentare gar nicht brauchen.

Zum Schluss noch eine letzte Frage, die mich wirklich interessiert: Du hast immer gesagt, eigentlich hättest du gerne einen Hund. Wie sieht es im Moment aus, kannst du dir das wirklich vorstellen – obwohl du so eine Angst hast?

Der Wunsch ist da, ja. Ich hätte gerne einen Hund, da er für mich die Verkörperung von Treue ist. Ein Aufpasser, ein bester Freund, ein Familienmitglied. Ich glaube auch, dass ich mich gut an einen eigenen Hund gewöhnen könnte.

Trotzdem bleibt dann immer noch die Angst bei anderen Hundebegegnungen, und ich weiß nicht, ob  ich das schaffen würde. Im Moment kommt jedenfalls erst einmal kein Hund in Frage. Vielleicht irgendwann einmal, wenn ich meine Angst mehr unter Kontrolle habe.

Wir beide sind aneinander gewöhnt
Wir beide sind aneinander gewöhnt

Vielen Dank für deine Zeit, Nadine. Für mich ist es tatsächlich schwer nachzuvollziehen, wie die Angst vor Hunden ist. Respekt – ja. Aber Angst hatte ich selber noch nie. Ich wünsche dir, dass du lernst, mit deiner Angst umzugehen.

Und vielleicht regt das kleine Interview ja ein paar Hundehalter dazu an, ihren Umgang mit Menschen, die vielleicht Angst haben oder haben könnten, zu überdenken. Nicht jeder möchte Hunde um sich haben, aus welchen Gründen auch immer. Und das sollte respektiert werden. 

Übrigens: Auch Hunde haben Angst, vor ganz unterschiedlichen Dingen. Moes Ängste und eine Linksammlung zu dem Thema findet ihr hier.

Folge uns bei Pinterest

Kommentieren

8 Gedanken zu „Die Angst vor dem Hund“

  1. Hallo Nicole, Moe und Nadine,

    ich kenne viele, die wirklich panische Angst vor Hunden haben/hatten.

    Da wäre mal die Mutter meiner ehemals besten Freundin. Sie ist immer erstarrt, wenn ich mit Jenny (meiner damaligen Hündin) vorbeikam, um meine Freundin abzuholen. Mit der Zeit wurde es besser und sie hat sich dann auch zu uns in den Garten gesetzt, um Jenny zu streicheln. Aber ich kann mir gar nicht vorstellen, wieviel Überwindung sie es gekostet haben muss.

    Ein Schulkamerad von meinem kleinen Bruder hatte auch regelrechte Panik vor Hunden und als er dann mal zu uns kam und Jenny kennenlernte, war die Angst nach kürzester Zeit wie weggeblasen. Sie war ein richtiger Herzensbrecher und ein will-to-please-Hund mit einem fantastischen Gespür, was im Moment erwartet wird. Der Klassenkamerad hatte sich etwa 1 Jahr später selber einen Hund zugelegt, der in Anlehnung an meine Jenny, den Namen Benny erhielt.

    Von vielen, die ich kenne oder von denen ich gehört habe, weiß ich, dass sie Hunde sehr lieben. Bei allen ging die Angst mit dem ersten eigenen Hund weg. Lass dir Zeit, Nadine, und wenn du einen Hund triffst, der sich ansieht und du keine Angst mehr verspürst, dann überlege nicht, sondern nutze die Chance. Dann ist das dein Hund.

    Flauschige Umpfötelung
    Sandra mit dem Shiva Wuschelmädchen




    0
  2. Das ist ja Mal interessant das aus der Sicht einer Person, die Angst vor Hunden hat, zu lesen. Zumal es da ja auch Unterschiede zu geben scheint: Ich habe in meinem Freundeskreis auch jemanden, der Angst vor Hunden hat. Sie hat es aber geschafft sich wirklich schnell an Genki zu gewöhnen und zeigt jetzt absolut keine Angst mehr vor ihm. Selbst Zerrspiele, bei denen er zum Beispiel knurrt, sind für sie inzwischen überhaupt kein Problem, sie hat zu ihm richtig Vertrauen gefasst (Und das obowhl Genki auch zur Kategorie „Ich schnappe sofort nach dem Spielzeug, wenn du danach greifst“ gehört! Man muss also manchmal wirklich vorsichtig sein, damit er nicht die Hand erwischt). Nur als Momo dazu kam, habe ich gemerkt, dass sie da auch nochmal neu Vertrauen fassen muss: Genki bellt eigentlich keine Menschen an, aber bei Momo kommt es schon Mal vor, dass sie bellt, wenn sie etwas will, zum Beispiel, wenn sie will das man sie auf das Sofa oder unsere Sitzbank setzt, weil sie es nicht alleine hoch schafft. Also saßen wir auf der Sitzbank, Genki bei uns und Momo wollte auch hoch. Sie ging zur Seite auf der meine Freundin saß, stellte sich auf und bellte sie an. Für mich war das eine ganz klare Situation, in der man keine Angst haben muss, aber meine Freundin bekam Angst, sie erklärte mir, dass sie keinerlei Ahnung hatte, warum Momo sie jetzt anbellt und nicht einschätzen konnte, ob das freundlich war oder nicht. Nachhdem ich ihr erklärt hatte, was Momo wollte, war das auch kein Problem mehr und sie hat sie auch selbst hochgenommen. Inzwischen hat sie tatsächlich absolut keine Angst mehr vor Genki und Momo und konnte ihre Hundeangst, zumindest den beiden gegenüber, komplett überwinden.




    0
  3. Hallo Ihr Drei,

    wir finden es ist ein toller Blogbeitrag geworden.
    Dieses Thema betrifft mehr Leute als man denkt. Selbst meine Mutter hat schreckliche Angst vor Hunden.
    Deco und Pippa kann sie nun einschätzen und liebt die zwei über alles. Aber fremde Hunde sind der Graus für sie.

    Liebe Nadine, dir wünschen ich weiterhin viel Kraft und Mut und vielleicht schaffst du es irgendwann (wie meine Mutter) ganz unbeschwert mit einem Familienhund zu schmusen, spielen und Gassi zu gehen.

    LG, Carola mit Deco + Pippa




    0
  4. Ich wurde als Kind auch von einem Hund gebissen und bin – nach dem Bericht – froh, dass ich dennoch keine Angst vor Hunden habe. Respekt habe ich, aber keine Angst.

    Es ist schon traurig, dass diese Angst nicht ernst genommen wird, noch nicht mal in der eigenen Familie Onkel und belächelt wird.

    Eigentlich sollte so ein Artikel auch nicht nötig sein, denn der Respekt im Umgang mit anderen gebietet es schon, dass man seinen Hund nicht auf Menschen zu laufen lässt, dass er an der Leine läuft und er niemanden belästigt. Das müsste man als Hundehalter eigentlich wissen.

    Soweit ich mich erinnere haben wir mit Socke noch niemanden verängstigt, was vielleicht auch daran liegt, dass Socke nicht auf andere Menschen zustürmt, im Wohngebiet nicht ohne Leine läuft. Ich hoffe, dass wir dies auch nie – wenn auch unbewusst – tun.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke




    0
  5. Wirklich interessant, einmal diese Sicht der Dinge zu sehen. Allerdings weiss ich selbst, wie es ist, unter einer Phobie zu leiden. Somit bin ich rücksichtsvoll mit Menschen, die Angst vor Hunden haben. Liebe Nadine, du hattest aber auch wirklich grosses Pech in der Vergangenheit. Ich wünsche mir für dich, dass du deine Angst irgendwann überwinden kannst! Es tut einem richtig leid, was alles vorgefallen ist.

    Ich wurde selbst als Kind zweimal von einem Hund gebissen. Einmal war es ein Dackel, und aus heutiger Sicht habe ich diesen Hund einfach sehr bedrängt, in dem ich ihn immer fest in Arm und an mich drücken wollte. Er schnappt mir ins Gesicht. Und das andere Mal lief ich an einem Tisch vorbei, als ein Schäferhund unter dem Tisch hervor schnellte und mich in den Rücken biss. Beide Male ging es noch mal gut aus, bis auf ein paar kleinere Verletzungen passierte nichts weiter. Trotzdem hatte ich nie Angst vor Hunden. Ich bin aber auch mit Hunden, Rottweiler und Leonberger, aufgewachsen.

    Im Grossen und Ganzen bin ich der Meinung, wir Hundehalter müssen auf unsere Mitmenschen Rücksicht nehmen, und darauf achten, dass unsere Hunde keine fremden Menschen „belästigen“.

    Liebe Grüße
    Joli




    0
  6. Hallo Ihr beiden, ein gelungener Artikel, der mal lange überfällig war. Man kann nur hoffen, dass die Ängste und Nöte anderer Personen etwas ernster genommen und nicht nur mit einem sarkastischen Lächeln abgetan werden.

    Und obwohl ich selber Hundehalter bin, könnte ich nicht behaupten, keine Angst vor anderen Hunden zu haben. Und das, obwohl ich selbst noch nie gebissen wurde, aber mein Collie Kim. Trotzdem gelingt es mir natürlich schneller, Vertrauen zu fassen, wenn nach den ersten Schrecksekunden nichts passiert ist. Tiere in ihren Aktionen und Reaktionen zu verstehen, ist da ganz sicher von Vorteil…

    Vielleicht klappt es ja mal mit einem eigenen Hund. Das hilft auch ganz bestimmt, die anderen besser einschätzen zu können.

    LG Andrea mit Linda




    0
  7. Hallo zusammen
    ich kenne auch einige die Angst vor Hunden haben und damit ist wirklich nicht zu spassen. Ich finde es auch immer schade, dass viele Hundehalter so rücksichtslos sind und dann alle anderen vorbildlichen Hundehalter in ein schlechtes Licht rücken.
    Generell ist es bei mir auch so: wenn ich einen Hund frei laufen sehe und der Besitzer ihn nicht zurückruft, denk ich mir A) das ist ein alter Hundd er eh nix machts oder B) der Halter hat ihn nicht im Griff und versucht erst gar nicht erst zurückzurufen…. meistens entpuppt es sich dann leider als B).
    Wenn Freunde oder deren Kinder Angst vor Betty haben, gebe ich ihnen Leckerlis und sie sollen Betty Kommandos geben (also Platz oder Sitz). Danach wird das Leckerli hingeworfen. Wenn das Vertrauen langsam steigt, dass dieser Hund wirklich auch ruhig und folgsam sein kann, kommen Kommandos wie „gib Pfote“ oder „High Five“ oder Suchspiele, bei dem Leckerlis versteckt werden und der Hund dann zum Suchen geschickt wird. Das nützt meist mehr als ängstliche Personen zum Spielen zu überraden… Die Hunde drehen auf, knurren vielleicht noch im Spiel und die Person ist völlig überfordert damit.
    Nadine, viel Erfolg & Durchaltevermögen weiterhin beim Überwinden deiner Angst!
    Liebe Grüsse
    Elli & Betty




    0
  8. Hallo ihr 3,

    ein riesen Kompliment für diesen Blog-Post! Ich finde er beschreibt ganz toll die verschiedenen Facetten der Angst!
    Man kann rauslesen, dass du eigentlich doch irgendwie Hunde magst und dich deiner Angst auch stellst. Trotzdem bleibt die Situation für dich unberechenbar. Was sicherlich gegen die Angst hilft, ist sich mit der Körpersprache von Hunden auseinander zu setzten. Trotzdem läuft auch mir ein kalter Schauer über den Rücken wenn uns Hunde entgegen kommen, die scheinbar nicht unter Kontrolle der Besitzer sind. Denn ich kann fremde Hunde auch nicht so einschätzen wie meinen eigenen. Vielleicht nehmen durch euren Post ein paar Hundehalter Menschen mit Angst vor Hunden ernster.

    Liebe Grüsse,

    Anne




    0

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*