Alter Hund.

Alter Hund.

Moe ist jetzt 7,5 Jahre. Eigentlich ist das kein Alter, denke ich mir oft. Er ist, wenn überhaupt, erst in der Mitte seines Lebens angekommen und er ist halbwegs fit. Zwar hat er das ein oder andere Weh-Wehchen, aber sehr eingeschränkt wird er dadurch nicht.

Sicher, durch seine HD können wir gewisse Dinge nicht machen, aber das ist keine Frage des Alters – die Probleme hatte er bereits seit dem Junghund-Alter.

Durch meine Hundeshootings begegnen mir die unterschiedlichsten Hunde. Es gibt die, die mit 10 Jahren kaum noch Laufen können und denen man die Last des Alters absolut ansieht.

Dann gibt es die, die mit 10 Jahren komplett noch aufdrehen können, die richtig agil sind und denen man es nicht ansieht wie alt sie sind (und die manchmal komplett falsch eingeschätzt werden).

Und dann gibt es Moe. 7,5 Jahre alt, wie gesagt, und, aus meiner Sicht betrachtet, in guter Form. Nicht exzellent, dafür hat die Krallenverletzung gesorgt. Moe hat nämlich keine Ausdauer mehr, an der wir aber mit langen Spaziergängen wieder arbeiten.

Am Freitag mussten wir zum Tierarzt. Die Analdrüsen waren wieder dran, aber ich hatte noch eine Veränderung bemerkt, die ich abklären lassen wollte.

Stelle am Ellenbogen
Stelle am Ellenbogen

An Moes Gelenken haben sich rote Stellen gebildet, das Fell fällt aus und die Stellen sind auch heiß. Zum einen vorne an den Ellenbogen, aber auch hinten am oberen Bereich des Spunggelenks. Dort war es sogar richtig schlimm, es verfärbte sich von rot zu bräunlich.

Probleme hatte Moe dadurch erst einmal nicht. Er hatte keine Schmerzen, wenn man darauf herum drückte, es war ihm nicht unangenehm. Mein erster Gedanke waren Liegeschwielen, denn Moe hatte ja viel gelegen und sich wenig bewegt. Dazu kommt, das er bei den warmen Temperaturen lieber auf den Fliesen als im Körbchen liegt.

Für mich passten die Stellen am Sprunggelenk aber nicht dazu. Vorne am Ellenbogen liegt er drauf, aber hinten? Also dachte ich an eine Allergie, denn dafür ist ja die beste Zeit.

Für die Tierärztin war die Sache aber sofort klar: Liegeschwielen. Ihre Aussage: Dein Hund ist alt. What? 

Liegeschwielen am Sprunggelenk
Liegeschwielen am Sprunggelenk

Ich sagte ihr, dass Moe ja gerade einmal 7,5 Jahre ist und das er so noch keinen „alten“ Eindruck auf mich macht.

Liegeschwielen sind auch nicht nur ein Produkt des Alters. Klar, Moe liegt gerade im Sommer gerne hart, was diese Schwielen begünstigt. Dazu kommt aber noch das Übergewicht (Moe wiegt ca. 3-4 Kilo zu viel), dass wahrscheinlich der Auslöser für die Schwielen am Sprunggelenk sind.

Er hat wenig Bewegung gehabt und viel gelegen. Das werden wir nun wieder ändern. Unsere Maßnahme lautet jetzt: Cremen, die Stellen geschmeidig halten (sonst können die Schwielen einreißen und begünstigen damit Entzündungen) und deutlich mehr bewegen.

Ich habe auch gelesen, dass ich Moe Schoner mit Polstern anfertigen könnte, um den Druck, der durch den harten Boden entsteht, zu mildern. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass Moe das tatsächlich gefallen würde.

Lieblingsplatz: Hinter meinem Drehstuhl oder unter dem Tisch.
Lieblingsplatz: Hinter meinem Drehstuhl oder unter dem Tisch.

Mir wurde auch angeraten, mir mal über ein orthopädisches Hundebett Gedanken zu machen, allerdings glaube ich nicht, dass unsere Probleme damit einfach so aus der Welt geschafft werden: Moe liebt sein Kunstleder Hundebett – und trotzdem liegt er tagsüber nur ganz selten darin.

Am liebsten liegt er auf dem Parkett unter unserem Schreibtisch, hinter meinem Drehstuhl oder auf den Fliesen unter dem Esszimmer-Tisch.

Hauptsache immer bei uns. Moe geht nur auf die Couch, wenn wir auch darauf liegen. Platztechnisch ist es aber völlig unmöglich, ihm unter den Schreibtisch ein Körbchen hinzustellen – ich bin zwar kurz geraten, trotzdem brauche ich meinen Platz unter dem Tisch. 🙂

Ich hoffe, dass wir die Schwielen in den Griff bekommen und das wir der Tierärztin beweisen können: Moe ist nicht alt. Moe brauchte nur mehr Bewegung.

Ich bin doch nicht alt!
Ich bin doch nicht alt!

Habt ihr damit auch schon Probleme gehabt und wenn ja, wie habt ihr es in den Griff bekommen? Es muss doch noch andere Hunde geben, die lieber auf dem harten Boden als im weichen Körbchen liegen – oder? 😀

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