Ähnlichkeiten zwischen Mensch und Hund

Ähnlichkeiten zwischen Mensch und Hund
Ähnlichkeiten zwischen Mensch und Hund

Sind Moe und ich uns ähnlich? Ist Moe eine gleich tickende Seele im anderen Körper? Oder haben wir uns nur über die Jahre charakterlich angenähert? Dem will ich heute nachgehen.

Ähnlichkeiten zwischen Moe und mir – optisch

Moment, ich schau mal eben in den Spiegel – Nee. Zumindest im Gesicht kann ich keine Ähnlichkeiten feststellen. Sagt Bescheid, wenn ihr meine Meinung nicht teilt. 🙂

Anders sieht es mit den Pfoten, respektive Füßen, aus: Moe hat an seiner rechten Vorderpfote eine krüppelige Kralle, ich habe am rechten Fuß einen krüppeligen Zeh. Bei mir war eine Leiter schuld, bei Moe wissen wir es bis heute nicht. Da hört es aber auch schon auf mit den optischen Gemeinsamkeiten. Widmen wir uns also lieber dem Charakter.

Ähnlichkeiten im Charakter

Charakter – manche haben einen ziemlich starken, andere nicht.

„Wer keinen Charakter hat, ist kein Mensch, sondern eine Sache.“ (Nicolas Chamfort)

Somit ist natürlich glasklar: Jedes Lebewesen hat einen Charakter. Auch Moe. 🙂 Aber worin sind wir uns ähnlich?

Früh aufstehen: Können wir beide sehr gut. Aber bitte in Ruhe, ohne sprachliche Belästigung. Keine wichtigen Informationen vor 10 Uhr! Frühstück bitte direkt nach dem Aufstehen. Leckeres, aufgetautes Fleisch (Moe) oder heißer Kaffee mit Nutella-Brötchen (meinereins) – und bloß nicht vertauschen! Danach darf es gerne an die frische Luft gehen. Aber auch dort: Einfach nicht ansprechen. Danke.

Routine ist etwas Feines, wir brauchen das. Ab und zu darf gerne etwas Action sein, etwas Kreatives, ein neues Ausflugsziel. Aber bitte geplant und nicht aus heiterem Himmel.

Heute schon gegrummelt?
Heute schon gegrummelt?

Stur können wir beide sein. Und wie! Und schlecht gelaunt. Moe ist eben kein Labbi und ich schon mal gar nicht. Wenn wir grummelig sind, geh uns besser aus dem Weg (guckst du hier). Wir stecken uns mit unserer Laune übrigens auch wunderbar gegenseitig an. Wie ein altes, motziges Ehepaar, das anderen Leuten in der Schlange an der Supermarkt-Kasse den Wagen in die Hacken rammt. Oder die lauten Kinder vor der Haustür beschimpft. Oder…

Gönne uns Ruhe und das nicht nur am frühen Morgen. Wir sind keine lauten Typen, Moe und ich. Krach macht uns wahnsinnig. Wenn wir ihn selber verursachen, ist das aber in Ordnung. Singen und Bellen geht immer. 😉

Rumspringen und sich zum Vollpfosten machen können wir beide wunderbar. Die Nachbarn gucken? Ja und? Sieht bescheuert aus, was wir da machen? Macht doch einfach mit, dann seht ihr, wie lustig das ist.

Paddeligkeit wird bei Moe und mir groß geschrieben. Wir sind beides Tollpatsche und könnten wohl alles in Luftpolsterfolie einschweißen, um den blauen Flecken Herr zu werden. Machen wir aber nicht, weil es ökologisch eine Katastrophe wäre. Schade. Luftpolsterfolie finden wir prima…

Luftballons dagegen finden wir schrecklich! Ich kann gar nicht sagen, ob ich Moe mit meiner Angst (die übrigens fachlich korrekt Ligyrophobie heißt) angesteckt habe oder ob er die Dinger generell auch so gruselig findet wie ich. Aber Kindergeburtstage, Jahrmärkte etc. sind für uns fürchterlich!

Kuscheln mögen wir beide, aber in Maßen. Sonst wird es schnell zu eng. Wir brauchen beide unseren Freiraum, was bedeutet: Im gleichen Raum, aber mit einer Hand Platz dazwischen. 😉

Gleichgültigkeit gegenüber Perfektion Moe kann nicht bis in die Hand apportieren und lässt seinen BallFrisbeeWasAuchImmer in einem 3-Schritte-Radius vor mir fallen. Klappt einfach nicht. Macht nichts. Perfektion ist doch was für Amateure! Moe ist es Banane, ob etwas perfekt aussieht. Geht mir genauso. Moe ist nicht proportional geformt, der Kopf ist zu groß für den Körper. Ich bin ein abgebrochener Zwerg mit meinen 1,58 m und weit weg von Perfektion. Kreativ sein, basteln, handwerken? Etwas Besonderes, wertvolles besitzen? Gib mir was, ich mach es hübsch kaputt.

Perfektion lässt uns kalt.
Perfektion lässt uns kalt.

Aus Situationen das Beste machen geht (fast) immer. Nichts zum Spielen dabei? Macht nichts, wir haben doch uns. Verlaufen? Egal, auf in ein neues Abenteuer. Kein Fressi mehr in der Truhe? Du hast doch noch Reis und Gemüse über, oder? 🙂

Den Tag genießen sollte man sowieso. Machen wir auch meistens. Und erfreuen uns an den kleinen Dingen, die der Tag so bringt: Spaziergänge, Blumen, eine erfolgreich verjagte Katze, besondere Naschis, ein ausgedehntes Spiel, ein kurzer Nasenstups.

Auf neue Hunde / Menschen skeptisch reagieren Ja, neue Menschen / Hunde sind nicht so unsere Stärke. Vielleicht schlummert in mir insgeheim ein Misanthrop, der ab und zu rauswill. Wie nennt man das bei Hunden? 🙂 Wobei, die Kombination anders herum funktioniert immer super: Moe kann gut mit Menschen, ich kann gut mit Hunden. Vielleicht sind wir im falschen Körper geboren?

Skepsis ist in Ordnung.
Skepsis ist in Ordnung.

Hatten wir diese Gemeinsamkeiten schon immer?

Ja, ich denke, das meiste tatsächlich. Das Einzige, was vielleicht reine Gewöhnung war, ist das Aufstehen: Moe richtet sich da stark nach uns, es sei denn, er hat großen Hunger oder muss raus. Dann kommt es auch mal vor, dass er uns weckt. Meistens sind Moe und ich zur gleichen Zeit fit, das ist so ca. gegen 7 Uhr. Vorher ist Mist und danach ist der Hunger zu groß. 😉

Eigentlich haben wir uns immer lieb.
Eigentlich haben wir uns immer lieb.

Wie sieht es bei euch aus, seid ihr eurem Hund charakterlich ähnlich?

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8 Gedanken zu „Ähnlichkeiten zwischen Mensch und Hund“

  1. Ein super schöner Artikel!
    Queen und ich haben auch eine Menge Gemeinsamkeiten. Schön zu lesen, dass es euch auch so geht. Irgendwie schweißt das auch noch mehr zusammen finde ich 🙂
    Besonders schmunzeln musste ich als ich gelesen hab, dass du ein kleiner Morgenmuffel bist 🙂 dann weiß ich für die zweite Augustwoche schon mal Bescheid 😀
    Ich wünsche euch noch einen tierisch schönen Tag
    Sabrina

  2. Hahaha, köstlicher Artikel und in vielen Punkten könnten wir gut zu Euch passen… lach

    Ich denke schon, dass man sich gegenseitig etwas anpassen wird, das gilt für beide Seiten gleichermaßen. Zumindest in meinem Fall trifft es aber auch zu, dass ich mir Linda passend zu meinem Charakter ausgewählt habe. Rasse und Aussehen waren da zweitrangig. Ein Labrador für mich käme deshalb nieeeeee in Frage… 😉

    LG Andrea

  3. Nein, Socke und ich sind uns nicht uns nicht so ähnlich. Sie ist in vielen Dingen, wie ich gerne wäre. Selbstbewusst, in sich ruhend und besonnen. Sie tut mir aber so gut, denn bei ihr werde ich ruhig und mutig. Socke ist daher mit das Beste, was ich habe….

    Gegensätze ziehen sich an….

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

  4. Suuuuper Artikel. Wir würden in vielen Punkten zu euch passen. Früh aufstehen ist für Chary und mich ein graus. Und dann noch reden und reden …. nee, geht gar nicht.

    Ich glaube schon, dass sich unsere Fellnasen anpassen. Hunde haben aber auch ihre Eigenarten, genau wie wir Menschen.

    Liebe Grüße
    Sonja und Charly

  5. Schöner Artikel. Musste schmunzeln!
    Was haben denn Labbis verbrochen??! 😉
    Auch die können ab und an sehr stur sein und strafend schauen… 😀
    „Man bekommt nicht immer den Hund, den man sich wünscht, sondern den, den man braucht!“

    Viele Grüße Sarah mit Labbi Muffin

    • Naja, Labbis sind doch tendenziell freundliche, nette Hunde. 😀 Immer diese Vorurteile. Labbis haben gar nichts verbrochen, wir waren damals ja selber auf der Suche nach einem. 😀
      Wahrscheinlich hast du Recht mit deinem Spruch…

      Liebe Grüße
      Nicole

  6. Herrlich! Ich musste sehr lachen. Jetzt weiß ich, dass ich euch im Urlaub nicht vor 10 Uhr besuchen darf. Ich bin tendenziell Frühaufsteher und dann auch noch einer von der Sorte, die morgens mit dem Aufstehen losquasseln können. Ich kann damit jeden nerven, außer mein Wuschelmädchen. Sie würde jeden Blödsinn sofort und auf der Stelle mitmachen.

    Flauschige Grüße
    Sandra & Shiva Wuschelmädchen

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