5 Tipps, wie du anderen Hundehaltern so richtig auf die Nerven gehst (mit Gelinggarantie!)

5 Tipps, wie du anderen Hundehaltern auf die Nerven gehst

Wäre ich kein Blogger, hätte ich dieses Problem vielleicht gar nicht. Bevor es diesen Blog gab, habe ich mich zwar mit Moe beschäftigt – aber ich habe mir nicht übermäßig Gedanken über alles gemacht.

Moe war da, es war in Ordnung. Wir hatten unsere kleinen Problemchen, aber wer hat die nicht?

Irgendwann, so 2015 muss das gewesen sein, wurde die Hundeblogger-Welt größer und größer. Plötzlich gab es so viele Hundeblogs! Einer schöner als der andere, und eines hatten die meisten gemeinsam: Sie hoben den Hund auf einen imaginären Thron.

Plötzlich wurde alles in Frage gestellt, was ich noch für normal und in Ordnung gehalten habe. Trockenfutter? Nee, das bekommt mein Hund nicht. Wie, dein Hund hat nur 2 Näpfe? Und die sind auch noch alt?

Richtig schlimm wurde es aber bei den Aktivitäten. Hatte ich mich zu dem Zeitpunkt schon wie ein Rabenfrauchen gefühlt, wurde die Situation jetzt richtig dramatisch.

Wo hatte ich eigentlich die letzten Jahre gelebt, dass ich diese Entwicklung verpassen konnte? Ich fühlte mich wie ein Eremit, der gerade aus seiner Höhle gekrochen und das Tageslicht gesehen hatte.

5 Tipps, wie du anderen Hundehaltern auf die Nerven gehst
Aus welcher Höhle bist du denn?

Die Bloggerwelt ist schuld!

Grundsätzlich kann ich also für meinen Teil sagen: Ihr Blogger seid schuld! Schuld daran, dass ich mir jetzt jedes Futter 3 Mal anschaue, bevor es in Moes Schnuti wandert.

Schuld daran, dass Moe zwischendurch mehr als einen Ball und ein Kuscheltier hat. Schuld daran, dass ich jetzt auch andere Hundehalter mit meiner „Fachkompetenz“ auf die Nerven gehe.

Ich wünschte manchmal, ich wäre in meiner kleinen Höhle geblieben. Dann wären mir viele Dinge erspart geblieben und ganz ehrlich: So schlimm wäre es nicht gewesen.

Wir sind dann mal hilfreich: 5 Tipps, um andere Hundehalter so richtig zu nerven.

Und um nun die ganz große Keule zu schwingen: Die Bloggerwelt hat natürlich weitere Schritte nach vorne gemacht. Es ist nicht mehr nur wichtig, von seinen eigenen Erfahrungen und Erlebnissen zu berichten – nein, es ist immens wichtig, dass jeder Beitrag bitteschön Informationen enthält. INFORMATION! WISSEN! EINE CHECKLISTE!

Und so staut sich in meinem kleinen Gehirn so viel Wissen an. Wissen, dass ich vielleicht nicht gebraucht hätte, aber jetzt darüber verfüge. Und was mache ich damit? Ich gebe es ungefragt weiter. Weil mein Mund manchmal einfach schneller ist als mein Hirn.

Tipp 1: Mache deinem Gegenüber klar, dass du sowieso alles besser weißt.

„Zecken? Ja, kenne ich. Da nimmst du am Besten Mittel X in Verbindung mit dem natürlichen Mittel Y und am besten schmierst du noch ordentlich Z auf den Hund.“ – „Aber, das haben wir doch alles ausprobiert und es hat nicht geholfen?!“ -„Ja, dann habt ihr es einfach nicht richtig gemacht.“ Ansage hier: Diskutiere das nicht mit mir aus.

Ich gebe zu, oftmals juckt es mich in den Fingern, ungefragt Wissen weiterzugeben. Manchmal kann ich an mich halten, mich zusammen reißen.

Aber wehe, jemand fragt dann auch noch nach meiner Meinung – dann bin ich nicht mehr zu bremsen.

Ich halte dir aus dem Stand in Nullkommanix einen Vortrag über die Nachteile der Wurmkur (alles nachgelesen), kann dir erzählen, welche Lebensmittel wirklich nicht gut sind (alles auswendig gelernt) und erkläre dir, wie das richtige „An-der-Leine-laufen“ geht (ohne es selber zu beherrschen).

Ich habe zu allem und jedem eine fundierte Meinung, weil ich so viel Wissen gespeichert habe. Alles nur, weil es mittlerweile so viel Hilfreiches im Netz gibt. Manches widerspricht sich? Ach Quatsch, jetzt werd‘ mal nicht kleinlich!

Tipp 2: Gib deinem Gegenüber zu verstehen, dass nur Spazieren gehen nicht reicht.

Neulich hatte ich eine schöne Begegnung im Wald. Und das meine ich wirklich so: Moe und ich trainierten mit dem Dummy. Und „trainieren“ ist hier ein herrlich hochgestochenes Wort. Genau genommen versteckte ich sein Frühstück und Moe sollte es suchen. 😉

Eine Dame mit ihrem Hund, die wir fast täglich sehen, sah uns von Weitem und drehte um. Ich wunderte mich ein wenig, denn normalerweise ist die Begegnung zwischen Moe und Gismo immer friedlich, so lange beide an der Leine sind.

Aber an dem Tag beschloss Gismos Frauchen, woanders lang zu gehen. Später traf ich sie und sie erzählte, dass sie uns nicht beim Training stören wollte. Ganz ehrlich: Das fand ich großartig!

Allerdings musste ich mich im selben Moment schon wieder bremsen. Ich wollte sie nämlich fragen, was sie denn so mit Gismo üben würde.

5 Tipps, wie du anderen Hundehaltern auf die Nerven gehst
Ball spielen können wir üben!

Ich ärgerte mich ein bisschen, dass ich der allgemeinen Meinung aufgesessen bin: Wenn der Hund kein Hobby hat, ist er ein armer Hund. Aber wissen wollte ich es unbedingt.

Kennt ihr die Theorie, ein Hund sollte rassegerecht ausgelastet werden? Das würde bedeuten, ich müsste mit Moe auf die Jagd gehen, Fährtentraining machen und natürlich auch Schutzdienst.

Moe macht nichts davon. Ab und zu spielen wir Ball. Ab und zu verstecke ich sein Frühstück. Wenn ich richtig lustig bin, machen wir ein paar Tricks. Und das war’s.

Trotzdem ist die Meinung, wenn man mal ein paar Hundeblogs zusammen nimmt: Mach was mit deinem Hund! Die Zeit ist kurz, hopphopp! Probiere aus! Schau, wo seine Stärken liegen! Agility! Mantrailing! ZOS! Irgendwas!

Das Problem: Der Mensch wird vergessen. Es soll nämlich welche geben, die haben auf den Hundeplatz mal so gar keine Lust.

Trotzdem ist der Druck da. Auch bei mir. Jedes Mal, wenn ich wieder lese, dass jemand mit irgendwas angefangen hat, stirbt in mir ein kleines Einhorn.

Und wenn ich dann solche Mensch-Hund Pärchen sehe, die einfach nur spazieren gehen, frage ich mich: Was macht ihr eigentlich gemeinsam?

Tipp 3: Sage bei jeder Gelegenheit: „Das frisst mein Hund nicht.“

Barf, Prey, gedörrt, gekocht, vegetarisch, vegan oder ganz etwas anderes. Hundeernährung ist Raketenwissenschaft und Religion, so zumindest der Eindruck.

Tüte auf und futtern lassen? Unmöglich! Ganz wichtig ist dabei, wenn man sich auf eine Methode eingeschossen hat, sollte man dabei bleiben und andere missionieren.

Das fängt beim gemeinsamen Gassi an, wenn der andere ein Stückchen Frolic heraus holt. „Das gibst du deinem Hund? Weißt du eigentlich, was da alles drin ist?“

Und so steigert sich das, während der eigene Hund sabbernd vor der Leckerei sitzt, bekommt er das eben nicht. Denn auf seine Ernährung wird geachtet! Jawoll! Und weil das Frauchen gerade in Stimmung ist, wird der andere Hundehalter eben gleich missioniert. Aus der Nummer kommst du nicht mehr raus!

5 Tipps, wie du anderen Hundehaltern auf die Nerven gehst
Darf ich bitte dein Frolic???

Sogar meine Mutter, die weit weg wohnt, weiß, dass Moe nur noch bestimmte Naschi bekommt. Natürlich vor allem, weil er eine Weizenallergie hat. Aber trotzdem: Ein bisschen bescheuert ist das auch, dass ich alle anderen so verrückt damit mache. Oder?

Tipp 4: Schaue deinen Gegenüber an, wenn er etwas falsch gemacht hat, und schüttle mit dem Kopf.

Egal, ob der andere Hund nur komisch geschaut hat oder tatsächlich etwas passiert ist (der andere Hund vielleicht zu laut geatmet hat): Wichtig ist, hier sehr missbilligend zu schauen, mit dem Kopf zu schütteln und dann liebevoll den eigenen Satansbraten anzuschauen.

„Mein Hund macht so etwas nicht!“ – „Aber was denn?“ – „Ihrer hat doch ganz klar drohfixiert!“ – „Was hat er?“

Und dann einfach weiter gehen. Ihr werdet sehen, dass macht euch direkt zum Hundeprofi und befördert euch in die nächste Liga.

Tipp 5: „Das kann man doch selber machen!“

Wenn man mal die Augen aufhält in der Hundeszene, kann man diesen Satz immer und immer wieder lesen. DIY ist das große Thema. Auch ich versuche mich sehr gerne daran (und scheitere immer wieder grandios).

Marke X hat eine neue Idee, bringt etwas Tolles auf den Markt? Prima – das kann ich ja selbst machen!

Gerne wird das untermalt von Sätzen, direkt an den Unternehmer gerichtet: „Das ist viel zu teuer! Hier, ich habe mal die Materialkosten zusammen gerechnet. Das kostet nur X,XX€!“ – Das dabei weder die Arbeitszeit, noch die Arbeitsmaterialien, Versicherung, etc. berücksichtigt werden, ist klar.

Ja: Natürlich kannst du alles selbst machen. Daran hindert dich keiner (und manchmal ist das auch sehr charmant! Bei Geschenken zum Beispiel).

Aber manchmal wird es dann halt einfach nicht so gut wie von jemandem, der mehrere Stunden allein für den Prototyp aufgewendet hat!

5 Tipps, wie du anderen Hundehaltern auf die Nerven gehst
Lieber gekauft als doof selbst gemacht

Im Übrigen habe ich das auch schon zu hören bekommen. Heutzutage hat jeder ein Handy, kann selbst Fotos von seinem Hund machen. Das ist auch alles in Ordnung, ich werde bestimmt nicht mit dir diskutieren, warum es trotzdem etwas anderes ist, wenn du deinen Hund von einem Hundefotografen ablichten lässt.

Selbst machen ist Trend. Auf Pinterest finden sich Zillionen Anregungen, was man Tolles zaubern kann. Und manchmal denke ich mir dann auch, ganz leise: Das kannst du doch selbst machen?! 😉

Fazit: Öfter mal den Computer aus und das Hirn an.

Mein Fazit ist klar: Ich schaue auf mich, auf Moe. Ich schaue, was uns gut tut und was für uns richtig ist. Und lasse alle anderen machen, was und wie sie es gerne hätten.

Und nerven tue ich doch sowieso nicht. Ich bin doch nur hilfreich.

Wie manche von euch schon erfahren haben, hatten wir letzte Woche Sabine und Socke von „Einfach Socke“ zu Besuch. Davon werde ich auf jeden Fall noch berichten, allerdings soll der Artikel ein paar Fotos zeigen, und die soll erst einmal Sabine sehen.

Jedenfalls hat Sabine mich indirekt zu dem heutigen Blogthema inspiriert bei einem unserer langen Gespräche – natürlich durfte die Idee dann nicht einfach ungeschrieben versickern. 😉

Folge uns bei Pinterest

Kommentieren

23 Gedanken zu „5 Tipps, wie du anderen Hundehaltern so richtig auf die Nerven gehst (mit Gelinggarantie!)“

  1. Haha, grandios! Ich kriege mein Grinsen schier nicht mehr aus dem Gesicht! Wie sehr habe ich mich in diesem Artikel wiedererkannt! Nicht als diejenige, die „missioniert“, sondern als die, die ständig drüber nachdenkt, ob sie vielleicht dem Hund doch nicht ganz gerecht wird… …als die, die erzählt bekommt, daß Hundeschule und Agility ein Muß sind… …als die, die kaum zu gestehen wagt, wie der Hund ernährt wird usw. usw. DANKE für diesen Beitrag! Danke! Jetzt fühle ich mich verstanden UND rehabilitiert! 🙂




    1
  2. Herrlich! Ich fühle mich manchmal auch wie der totale Vollprofi und an anderen Tagen bin ich aber der Vollhonk, der einfach nur von einem Fettnapf in den anderen latscht und belehrt wird… *seufz* Und der andere hat immer Schuld, egal, wie recht er hat! Basta!

    Flauschige Grüße
    Sandra & Shiva

    P.S.: Bei mir klingt es immer nach Megaaktivität, aber das sind oft gesammelte Werke über Wochen!




    1
    • Liebe Sandra,

      naja, du hast ja auch gewisse Kompetenzen, was den Hundesport angeht. Und das ist gut so. Das Shiva Auslastung bekommt ist auch gut, ebenso, dass du darüber berichtest. Was mir aber bei dir auffällt: Du machst es nie belehrend oder mit erhobenem Zeigefinger. Und das unterscheidet dich doch deutlich von anderen, das gefällt mir. Jeder darf mit seinem Vierbeiner machen was er will.

      Liebe Grüße
      Nicole




      0
  3. Danke, Nicole!
    Dafür liebe ich Dich und Deinen Blog – ich erkenne mich wieder!

    Ich bin eine der Wenigen, die ihren Hund dadurch auslasten, dass er am Leben teilnimmt… Wandern, Spielen, Kuscheln, Urlaube, Joggen…
    Mich packte schon einige Male das schlechte Gewissen und ich suchte eine Hundeschule auf. Das war nicht nur für meinen hyperaktiven Dicken ein Graus, der die ganzen Reize gar nicht verarbeiten konnte – sondern auch für mich, die ich Vereine jeglicher Art schon immer als Höchststrafe empfunden habe.

    Yankee war nach diesen Hundeschul-Exkursen auch keineswegs glücklicher und ausgelasteter als vorher – er war kribbelig, winselte und kam nicht zur Ruhe.

    Darum lasse ich nun alle Anderen ihre Extreme-Agility-Obedience-ManTrailing-HeavyPull-Erlebnisse machen… und genieße das Leben mit meinem zufriedenen Hund.

    Mir kam auch schon so ein Gedanke… Könnte es nicht auch sein, dass propagiert wird, man MÜSSE Hundesport machen, weil das einfach eine riesige Geldmaschinerie ist? Hundemenschen wollen nunmal immer das Beste und würden auch ihr Wohnzimmer mit Salami tapezieren, wenn das ein „Experte“ als Pflicht deklarieren würde.

    Man sollte sein Bauchgefühl für den eigenen Hund darüber nicht verlieren!




    3
    • Oh je, das hört sich aber auch ziemlich heftig an und ob deine Theorie da so passt, das vermag ich ehrlicherweise nicht zu sagen.

      Trotzdem ist es natürlich so, dass alle irgendetwas verkaufen/vermarkten möchten, da hast du Recht – und letztendlich gehöre auch ich dazu. Den Schuh kann ich mir ebenso anziehen.

      Natürlich sollte jeder nach seinem Ermessen handeln, was den Vierbeiner angeht. Und ich glaube fest daran: Alles, was uns glücklich macht, macht auch den Hund glücklich. Wenn das nun Relaxen ist – wunderbar! Es gibt doch nichts Schöneres.

      Liebe Grüße
      Nicole

      (Moe würde jetzt übrigens sehr gerne Salami haben. Nicht, um damit zu tapezieren – das hält er für Zeitverschwendung.)




      0
  4. Groooooßartig! Grooooßartig! Ich musste so sehr lachen. Wie oft liegt mir auch was auf der Zunge und dann denke ich mir: Hey, lass die doch machen. Obwohl man doch eigentlich seine Meinung sagen will… Aber was solls man kann die Welt nicht retten.

    Liebste Grüße Melanie




    1
  5. Nun, eigentlich freue ich mich immer sehr über Deine Verlinkungen, aber bin ich etwas unsicher. Ich bin Dir doch hoffentlich nicht mit meinem Gerede auf die Nerven gegangen, oder? Diese Art von Inspiration möchte ich nicht sein.

    Ich gebe aber zu, dass ich auch gerne erzähle, wie ich Socke versorge, doch bin ich altersmilde geworden und kann sehr gut akzeptieren, wenn es jemand nicht so machte. Ich kann gerne berichten, aber jeder möge bitte für sich alleine entscheiden und die Konsequenzen seines Tuns tragen.

    Und solche Fotos hätte ich von Socke nie machen können. Ich lege mich nämlich nicht in nassen Sand und gehe bis zu den Waden in die eiskalte Ostsee. Hier hört das selber machen auf und ich vertraue Menschen, die das richtig gut können…. ;o)

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke




    1
    • Liebe Sabine,

      du erinnerst dich vielleicht an unsere letzte Runde und das Gespräch zum Thema: „Wie viel Tipps, Tricks und Hilfreiches zu alltäglichen Dingen muss ich lesen und verbreiten.“ – Darauf war der Artikel bezogen, da habe ich den Gedanken her und das war die einzige Inspiration. Von daher: Du hast nicht zu viel geredet. Wäre es nach mir gegangen, hätten wir ruhig etwas mehr (gemeinsame) Zeit haben können. 🙂

      Liebe Grüße
      Nicole




      0
  6. Hallo Nicole!!

    Ich bin zufällig im Nachtdienst auf Deinen Blog gestoßen und bin vom ersten gelesenen Artikel sooo begeistert!! Du sprichst mir aus der Seele! Ich habe jetzt seit 15 Jahren Jagdhund-Mixe und mit keinem etwas anderes gemacht als Spazieren gehen, Toben, Leckerlies suchen, kleine Tricks. Und ich behaupte, ich habe glückliche Hunde!
    Ich muss immer noch grinsen, weil alle Punkte zutreffen!
    Liebe Grüße von Tanni mit den unausgelasteten „Jägern“ Schoko & Pax




    2
    • Hallo liebe Tanni,

      wie kannst du nur? 😀

      Ich finde es so beruhigend, dass es „normale Hundemenschen“ wie uns gibt. 🙂 Und ganz ehrlich: Toben, Leckerlies und Spazieren gehen ist doch eine ganze Menge! Da muss auch mal ausgiebig geschlafen werden.

      Liebe Grüße
      Nicole




      1
  7. Toller Artikel! Ich lese sehr gerne verschiedene Hundeblogs und lasse mich auch gerne davon inspirieren. Als Pata zu uns kam, hatte ich überhaupt keine Erfahrung mit Hunden und ich kannte auch niemanden im Bekanntenkreis, der mir Tipps geben konnte. Daher hole ich mir sehr gerne Tipps aus Büchern oder Hundeblogs. So bin ich beispielsweise auch auf Mantrailing gestossen und es macht mir und Pata sehr viel Spass und insbesondere fasziniert es mich, dass für einmal ich mich 100% auf Pata verlassen muss.

    Wobei du Recht hast ist, dass man es auch übertreiben kann mit Tips geben. Ich habe mich letzthin ertappt, als Pata von ihren Grosseltern eine riesige Box mit Leckerlis zum Geburtstag erhalten hat. Ich habe sie natürlich schon sensibilisiert über die Futterindustrie und was in Hundefutter alles verarbeitet wird, denn sie haben mich gebeten, zu prüfen, ob diese Leckerlis nun „GUT“ sind. Also habe ich die Inhaltstoffe gelesen und es waren wirklich ungefähr 99.9% Mais, Geschmacksverstärker und Zusatzstoffe drin… Ich wollte schon mit meiner 5-minütigen Aufklärungsrede starten und konnte mir dann aber doch noch rechtzeitig auf die Zunge beissen, denn die beiden sind über 15 Minuten vor dem Leckerli-Regal gestanden und wollten nur das Beste für Pata. Also habe ich gemeint: Lassen wir doch Pata prüfen, ob die Leckerlis schmecken! Und Pata liebte die Leckerlis … 🙂




    0
  8. Ich glaube, einige Punkte treffen auch auf mich zu. Mir fällt es wirklich schwer, mal meine Klappe zu halten wenn mein Gegenüber versucht mir etwas in Sachen Hund, Hundeerziehung, Training whatever zu erklären. Und wenn ich dann noch eine andere Meinung habe… Mittlerweile sage ich genau das: „Dazu habe ich eine andere Meinung!“, dazu ein nettes lächeln und dann ist das Thema für mich erledigt. Es ist schwer, aber an irgendetwas muss ich bei mir selbst ja auch trainieren 😀
    Und Diskutieren bin ich leid.

    Auf DIY stehe ich auch 😀 Kaufe aber auch gerne Qualitätsware 😀

    Liebste Grüße
    Dani mit Inuki und Skadi




    0
  9. Haha, toller Artikel. Ja, man erkennt sich selbst zum Teil wieder (nach dem Motto – das kann man auch selbst machen) und Andere (bei denen die Erziehung nach Schema F irgendwie besser klappt – ich habe ja Schnauzer). Aber was wahrscheinlich am meisten bei vielen fehlt, ist diese selbstkritische und humorvolle Art mit der Du geschrieben hast. Manchmal ist es gut, wenn wir uns selbst und die Anderen einfach nicht so ernst nehmen. Es macht auf jeden Fall mehr Spaß so etwas zu lesen und zu hören als jemanden vor sich zu haben, der alles besser kann. Nicht umsonst empfehle ich immer wieder die Seite dogshaming.com – Wenn wir und unsere Hunde nur „funktionieren“ würden, wäre das Leben seeecht langweilig.




    0
  10. Tipp 6

    Es kommt Dir ein Hund an der Leine entgegen. Je näher der Hund Deinem Hund kommt, desdo länger wird seine Leine (ich hasse das..)
    Die Hunde haben beim Kennenlernen an der Leine kein Problem. Der Besitzer versucht sich ohne Nachfrage zu rechtfertigen: „Der ist an der Leine, weil er nicht hört“. Dann sagst Du: „Das liegt doch an Ihnen das er nicht hört.“ Das Gespräch ist abrupt beendet und Dein Gegenüer zieht beleidigt ab.




    0
  11. „Barf, Prey, gedörrt, gekocht, vegetarisch, vegan oder ganz etwas anderes…“
    Ich habe mich beim Lesen gerade herrlich amüsiert! Danke für diesen tollen Artikel mit so viel Wahrheit und Wiedererkennungswert 🙂

    viele Grüße!




    0
  12. Hach wie herrlich!

    Nein, man ist kein Exot, wenn man „nichts mit dem Hund MACHT“ großartig. Diejenigen, die mehr mit ihren Hunden als Individuum leben und weniger mit dressierten Tierchen, die haben allermeist ganz entspannte Hunde, denen nichts fehlt!
    Ich möchte damit nicht gegen Hundebespaßung argumentieren, aber „nötig“ ist es für die Hunde eher nicht, eher für den Menschen oder sein Gewissen. 😉 Wie gut, dass das inzwischen auch etliche Hundetrainer erkennen und mehr die Beziehung als die Erziehung erklären und fördern.




    0
  13. Ein wirklich amüsanter artikel 😀
    Was ich auch immer toll finde sind leute die dir einen vortrag darüber halten, wie man einen hund gesund ernährt (ja barfen und wehe in den leckerlis ist getreide) und selbst den größten müll in sich hinein stopfen. Versteh mich nicht falsch, gute qualität beim futter ist mir wichtig und ich kann inzwischen auch nicht mehr ohne zu schauen was drinnen ist… aber mein großer hat leckerlis die er liebt und da würds bestimmt gesündere geben, aber es ist ja nicht so als würd er jeden tag hunderte davon futtern.
    Was wir zurzeit ständig hören ist, wie gut es doch ist, dass wir ihn diesen sommer scheren lassen haben, bei der hitze… (bobtail-mix). Dabei war es leider aus gesundheitlichen gründen notwendig. Wenn ich das von einem nicht-hundebesitzer höre, ja ok, klingt für nichtwissende erstmal logisch. Und hat andererseits den vorteil das ich mich nicht rechtfertigen muss, warum der arme hund geschert wurde. Wenn ich das jedoch von hundebesitzern höre, evtl. noch mit einem langhaar, dann kann ich mir den erhobenen zeigefinger nicht verkneifen 😉
    Und zum thema beschäftigung, wenns nach solchen leuten ginge, hätte ich mir für meinen hütehund mix schon lang eine schafherde anschaffen müssen. Ich bin mir aber sicher, er ist auch ohne glücklich. Obwohl so eine herde automatischer rasenmäher schon praktisch wäre.
    Sich zu informieren ist natürlich wichtig. Aber genau so wichtig ist es, diese informationen kritisch zu betrachten und auf sein (hoffentlich noch vorhandenes) bauchgefühl zu vertrauen.
    Liebe grüße,
    Julia und odin




    0

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*