5 Fragen an Moe

Moe im (gedanklichen) Interview
Moe im (gedanklichen) Interview

Wünscht ihr euch auch manchmal, dass euer Hund reden könnte? Das ihr nur mal 5 Minuten Zeit hättet, um euch kurz zu versichern, wie es ihm bei euch geht? Was ihn nervt? Was ihm gefällt? Ich würde das toll finden.

Als ich meinem Freund davon erzählte, fragte er mich, ob ich denn was Konkretes im Kopf hätte, Fragen, die ich Moe stellen würde, vor allem wenn die Zeit drängen würde.

Nein, konkret nicht, lautete meine Antwort. Aber ich hatte nun Zeit, mir Gedanken zu machen. Diese 5 Fragen würde ich Moe stellen, und mit etwas Glück gäbe er mir die darunter stehenden Antworten.

5 Fragen an meinen Hund

1. Geht es dir gut bei uns, fehlt dir etwas?

Eigentlich geht es mir ganz gut bei euch. Manchmal ist mir langweilig, wenn du vor deinem Laptop sitzt und die ganze Zeit Fotos bearbeitest und Texte schreibst. Ich finde außerdem, dass du am Telefon sehr laut redest. Mich nervt, dass du beim Telefonieren herum läufst.

Wenn du mich fotografierst, finde ich, habe ich dafür mehr und bessere Leckerlies zu erwarten. Manchmal schmerzen mich meine Gelenke. Es wäre schön, wenn ich deshalb nicht mehr ins Bett springen müsste, sondern es eine kleine Treppe gäbe, mit der ich ganz einfach zu euch hinein krabbeln kann. Eine Couch in eurem Arbeitszimmer fehlt mir auch. Der Kuschelsack ist zwar toll, aber noch toller wäre genau der auf einem gemütlichen Sofa.

Genervt vom Fotografieren
Genervt vom Fotografieren

Wir sollten mehr Ausflüge machen: Die letzten sind schon so lange her und die Umgebung hier kenne ich schon zu Genüge. Einen Tierpark fände ich mal wieder spannend oder eine mehrstündige Wanderung durch den Wald… Aber ansonsten ist es ganz prima bei euch. Ich fühle mich wohl.

2. Wovon träumst du, wenn du zuckend und jammernd neben uns liegst?

Hah! Das kann ich dir verraten. Manchmal ist es der Ball, der immer weiter fliegt und sich nicht einfangen lässt. Manchmal schwimme ich im Traum gegen die hohen Wellen und bekomme meinen Leuchtturm nicht zu fassen. In den schönsten Träumen tobe ich durch den Schnee und jage Kaninchen.

Träume von Schnee und Kaninchen
Träume von Schnee und Kaninchen

3. Warum kannst du andere Hunde nicht leiden?

Ach Frauchen, lassen wir das Thema. Ehrlich. Du wirst das nie im Leben verstehen. Stell‘ dir einfach vor, du bist eine wandelnde Frittenbude. Und jeder, WIRKLICH JEDER, läuft hinter dir her und will mal schnuppern und vielleicht auch mal was naschen. Dann würdest auch du die Menschen doof finden. In meinem Fall sind das andere Hunde. Und da diskutiere ich jetzt auch gar nicht weiter mit dir. Alles ist gut so wie es ist, ich brauche nur andere Menschen – und keine Hunde.

Andere Hunde sind doof.
Andere Hunde sind doof.

4. Was ist dein allergrößter Wunsch?

Hmm, gar nicht so leicht… Vielleicht ein eigenes Bällebad? Oder nee, eine eigene Katze zum Jagen? Oder warte mal, unbegrenzt Futter? Hmpf. Ich kann mich nicht entscheiden.

So ein Bällebad, nur für mich allein...
So ein Bällebad, nur für mich allein…

5. Ganz schnell noch, bevor die Zeit um ist: Warum bellst du so häufig, was willst du uns damit sagen?

Ihr Menschen seid stocktaub. Der einzige Grund, warum ich belle, ist, euch darauf aufmerksam zu machen, dass gerade etwas passiert! Zum Beispiel, wenn ein Vogel auf dem Vordach landet. Oder ein Eichhörnchen durch den Garten läuft. Oder der Postmann gleich klingeln wird. Und ganz manchmal belle ich auch, weil es mir Spaß macht. 🙂

Ach ja, wenn es nur so einfach wäre. Moe wird wohl nie sprechen können. Und nach meinem letzten Test zu urteilen, kann Moe mich auch nicht so besonders gut verstehen. Zumindest nicht auf der sprachlichen Ebene. Auf der körperlichen Ebene verstehen wir uns sehr gut, da klappt die Kommunikation meistens. 🙂

Welche Fragen habt ihr an euren Hund?
Welche Fragen habt ihr an euren Hund?

Habt ihr auch Fragen an euren Hund, und wenn ja, welche sind das? Kennt ihr die Antworten bereits?

PS: Wir haben fremdgebloggt bei Steffi, Ren und Stimpy! Dort stellen wir euch eines unserer Hobbys vor, nämlich Frisbee. Schaut doch mal vorbei!

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22 Gedanken zu „5 Fragen an Moe“

  1. Liebe Nicole,

    Du hast ja wunderbare Ideen und so lustige Vorstellungen über Moes Gedanken.
    Ich würde natürlich zu gerne wissen, was Moe wirklich denkt, wobei die Bilder schon sehr gut zu den Gedanken passen würden.

    Dein Beitrag hat mich wieder an die Tierkommunikation mit Socke erinnert, von der ich auch immer schon einmal berichten wollte. Sie hat ganz andere Aspekte an den Tag gebracht, die zu 100% zutrafen, ganz viel über mich sagten und zeigten, dass Socke anders denkt als ich.

    Ich glaube, ich nehme Deinen tollen heutigen Beitrag zum Anlass bald mal darüber zu schreiben. Insoweit Danke ich Dir für diese Anregung …

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

    • Liebe Sabine,

      vielen Dank für das Kompliment. Manchmal habe ich so merkwürdige Ideen, die da rauskommen wollen, du hast Recht… 🙂

      Ich wäre sehr interessiert an deinem Bericht und hoffe, bald davon zu lesen! Ich habe ja auch bereits mal mit dem Gedanken gespielt, eine Tierkommunikatorin aufzusuchen. Mal sehen, vielleicht passt sich das irgendwann einmal…

      Viele Grüße
      Nicole

  2. sehr süß!
    Ich frage mich auch ganz oft was meine beiden wohl denken!
    Wie Sabine habe ich auch schon mal eine Tierkommunikatorin befragt und auch schon einmal selbst einen Kurs gemacht! Seeeeeehr spannend!
    Das wäre doch auch bestimmt mal was für Euch 🙂

    Aber ich denke dass es Moe schon sehr gut bei Dir hat und Du Dir keine Gedanken darüber machen musst 🙂 (aber ich bin da ja selber nicht besser ;))

    Viele liebe Grüße
    Steffi mit Ren & Stimpy

    • In der Tat, zu einer Tierkommunikatorin würde ich auch sehr gerne mal. Ich hab einmal bei Katja von Doodletimes auch so einen spannenden Bericht darüber gelesen. Mal sehen, vielleicht passt sich das mal…

      Danke für deinen Kommentar und ich bin fast sicher, dass unsere Hunde es gut bei uns haben. 😉

      Liebe Grüße
      Nicole

      • Hallo Nicole,

        Tierkommunikation ist wirklich etwas Unfassbares, aber man muss mit den Antworten auch umgehen können. Ich habe zwischenzeitlich zwei Sitzungen mit Baloo machen lassen (ich selbst bekomme leider keinen Kontakt zu ihm) und ich habe an einigen Antworten lange geknabbert!

        Allerdings hat die Tierkommunikation auch ermöglicht, dass sich unser zweiter Familienhund über mich von uns verabschieden konnte, als wir ihn über die Regenbogenbrücke gehen lassen mussten. Dieses Erlebnis werde ich mein Leben lang nicht vergessen und ich bin sehr dankbar dafür!

        Ich kann es immer wieder nur empfehlen!

        LG Katja

  3. Das ist sehr toll geschrieben! Ich frage mich auch oft, was Jessi denk. Fünf Fragen würden das Meiste schon beantworten.

    Ich musste sehr schmunzeln beim Lesen deiner Gedanken. Immer wieder schön 🙂

    Schade, dass unsere Vierbeiner nicht reden können!

    Liebe Grüße Jessi und Frauchen

  4. Ein sehr emotionales Thema für mich.
    Unsere Fragen würden sich wohl um die Orthese und evtl. Schmerzen drehen und um Futter.

    Und ich würde Lucy fragen, warum sie nicht einfach zurückkommen kann wenn ich sie im Freilauf rufe. ^^
    Und ihr noch schnell erklären wie viel sicherer ich mich fühlen würde und sie so auch mehr Freiraum hätte.

    Deine Idee zu Moes Gedanken sind wirklich toll und ich denke auch, dass es Moe bei euch sehr gut geht.

    Liebe Grüße, Anja und Lucy

    • Ja, so hat jeder eigentlich seine Fragen schon bereit, denke ich. Aber vielleicht ist es auch gut, das sie nicht reden können – wer weiß, was sich so mancher anhören müsste. 😉

      Liebe Grüße
      Nicole

  5. Wirklich ganz tolle Fragen! Ich wüsste auch gerne, ob es Frieda bei uns gut geht und was sie manchmal denkt, wenn sie mich anguckt…

    Heiligabend sprechen die Tiere ja angeblich;) Ist ja bald! Vielleicht sollten wir dann besonders gut hinhören;D

    Liebste Grüße

    Jule mit Frieda

  6. Wunderbare Fragen und Antworten. Manchmal wünsche ich mir auch, dass Chalry reden könnte. Da wäre das Zusammenleben um vieles leichter. Obwohl es auch bei Menschen immer wieder zu Kommunikationsschwierigkeiten kommt. Und die können Antworten!!!

    Liebe Grüße
    Sonja und Charly

  7. Liebe Nicole,
    ach herrlich so etwas zu lesen 🙂 Ich kenne diese Situation nur zu gut. Am besten kann ich mir aber vorstellen, was Emil gerade denkt, wenn er wieder vor mir sitzt und mich beim Brotessen ganz genau beobachtet. „Wie lange muss ich denn noch süß schauen, dass sie mir ein Stück abgibt“ oder „Das Brot kannst du behalten, aber den Belag kannst du ruhig mir geben!“
    Ich finde deinen Post eine wirklich süße Geschichte! Vielen Dank

    Lieben Gruß Tine

  8. ohhhh ja wie gerne würde ich manchmal wissen was sie denkt oder konkret hören wie es ihr geht. Auch Sandy ist ehr Einzelhund und auch ich frage mich warum sie keine anderen Hunde mag. Ja nur 5 min. reden mit dem liebsten Tier wären schon gold wert.
    LG Vanni mit Sandy

  9. Liebe Mo
    Echt mein Frauchen will gerne mal 5 Minuten Dr. Dolitte sein. Schon ganz ganz lange. Aber ich überlege dann ob das echt so gut wäre. Bestimmt würde sie mich fragen , warum ich so oft bummele und nicht komme wenn sie ruft. Ne das will ich mit ihr nicht ausdiskutieren.
    Wuff Tibi

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